Eine Anfrage der "Linken" an das Bundesinnenministerium (BMI) bezüglich der Anzahl der Angriffe auf Flüchtlinge bzw. deren Unterkünfte sorgte in dieser Woche für Gesprächsstoff. Demnach wurden im Jahr 2017 bundesweit insgesamt 2.219 Angriffe auf Geflüchtete gezählt, wobei die Bandbreite der Delikte von Körperverletzung über Sachbeschädigung bis hin zu Brandstiftung reiche, so das BMI. Ausdrücklich nicht berücksichtigt sind in dieser Kriminalstatistik solche Delikte, bei welchen sowohl Täter als auch Opfer zur Personengruppe der Geflüchteten zählten. Nicht relevant schien es für die "Linke" zu sein, wie viele Straftaten von Geflüchteten verübt wurden.

Eine derartige Betrachtung wirft jedoch ein ganz anderes Licht auf besagte Kriminalstatistik.

Die Zahlen für 2017 liegen noch nicht vor, jedoch kann die Kriminalstatistik 2016 einen ungefähren Aufschluss über die Verhältnismäßigkeiten in dieser Diskussion liefern. Auch wenn es dadurch keineswegs besser wird, so gehört beim weit überwiegenden Teil der Straftaten gegenüber Geflüchteten auch der Täter eben dieser Personengruppe an. Insgesamt wurden alleine im Jahr 2016 nicht weniger als 174.000 Flüchtlinge in Deutschland straffällig, so das BMI. Mehrfach straffällig gewordene Asylbewerber sind dabei eher die Regel als die Ausnahme. Auch in Bezug auf die tatsächliche Schutzbedürftigkeit einzelner Flüchtlingsgruppen bzw. derer Nationalität spricht die Kriminalstatistik eine klare Sprache.

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Asylbewerber aus Kriegsgebieten wie etwa Syrien werden laut BMI deutlich seltener straffällig als Flüchtlinge, die aus anderen Gründen einen Asylantrag in Deutschland stellen.

Beim Blick auf die 2.219 an Geflüchteten verübten Straftaten im Jahr 2017 sieht Ulla Jelpke, Abgeordnete der "Linken", neben den üblichen Verdächtigen AfD und Pegida neuerdings auch die Unionsparteien in der Mitschuld. Beim Blick auf die andere Seite der Medaille, sprich die in der Kriminalstatistik 2016 veröffentlichten Zahlen, hielt es dieselbe Ulla Jelpke im April 2017 jedoch für "fatal, eine Diskussion über angeblich flüchtlingsspezifische Kriminalität loszutreten". Anzumerken sei noch, dass die an Flüchtlingen verübten Straftaten binnen Jahresfrist um rund 40 % gesunken sind, während die Zahl der straffällig gewordenen Asylbewerber gegenüber dem Vorjahr um über die Hälfte gestiegen ist.

Zahlen lügen eben nicht, auch wenn jeder oder jede sie so lesen kann, damit sie ihm oder ihr in den politischen Kram passen gell, Frau Jelpke!