Heiko Maas wird deutscher Außenminister, meldete der Spiegel. Man darf zwar nicht alles glauben, was im Spiegel steht, das wissen wir spätestens seit den Hitler-Tagebüchern aber in diesem Fall stimmt es. Ein weiteres Highlight der deutschen Presse lieferte dieser Tage auch der Focus ab. In einem Gespräch unter vier Augen hat Angela Merkel dem Seehofer gestanden, man fordere: Merkel muss weg. Schau an, ist es inzwischen bis zu ihr durchgedrungen?

Die interessantere Frage ist, wie der Focus Kenntnis von einem unter vier Augengespräche haben kann. Oder inwiefern Artikel lanciert werden, um die öffentliche Meinung zu manipulieren.

Wie kommt jemand, der aussieht, als stehe er im Bundestag herum, weil seine Ballettstunde ausgefallen ist, auf den Posten des Außenministers? Grundsätzlich wäre dies ein amüsantes Intermezzo und Sorgen brauchen wir uns in diesem Land, in dem wir gut und gerne Leben erst wieder machen, sollten die deutschen Minister irgendwann aussehen wie Adolf Eichmann und sprechen wie Joseph Goebbels. Bis dahin können wir uns entspannt zurücklehnen und naiv hoffen, dass der Kelch an uns vorübergehen werde. Schon Kaiser Napoleon hatte sich über die Naivität der Deutschen amüsiert.

Die deutsche Politik der letzten 100 Jahre ist gekennzeichnet, durch ein Wiederholen in Intervallen. Natürlich ändern sich die Namen der Beteiligten, der Name und oberflächliches Aussehen der jeweils zu installierenden Ideologie.

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Es ist natürlich nicht gewollt, dass der Bürger dieses ständige Wiederholen erkennt. Die SPD lieferte sich dem Kreml spätestens mit der Einflussnahme des ehemaligen Kommunisten Herbert Wehner aus. Dieser verkaufte einer naiven Öffentlichkeit, die ihm von Moskau diktierte Ostpolitik, als Weg zum Frieden. Dem Kreml ging es lediglich darum in der BRD Fuß zu fassen, ohne ständig die Spionageabwehr im Nacken zu haben.

Aber nicht nur die SPD ist schuld. Der Kreml hatte seine Leute weit gefächert platziert. Hans-Dietrich Genscher hatte sich dem Kreml schon ausgeliefert, da lief Christian Lindner noch mit einer Trommel um den Christbaum. Lange bevor der gegenwärtige FDP-Chef gönnerisch und in der Hoffnung auf einen gut dotierten Gazpromposten, dem Kreml etwas zugestand, was ihm nicht gehört, die Krim nämlich, bauten Genscher und George Soros, mit deutschem Steuergeld Die Grünen auf. Als der Bundesnachrichtendienst (BND) ihm allzu sehr auf die Pelle rückte, zog sich Genscher aus der Politik zurück, um sein Treiben für den Kreml in die Hände einer neuen Generation von Hilfsrussen zu übergeben.

Der Austausch der Akteure ist ein genauso ständig wiederkehrendes Detail, wie das penetrante Hilfsrussentum und dem Streben nach einem eurasischen Reich. Das steckt auch hinter dem Bestreben gegen Angela Merkel und dem Rücktritt von Sigmar Gabriel, der ja wie nicht anders zu erwarten war, zu Gazprom wechselt, um Gerhard Schröder zu ersetzen, der zu Rosneft aufgestiegen ist. Schröder verkaufte den großen Bruch zwischen USA und Deutschland, ganz patriotisch als „deutschen Weg“. Das souveräne Deutschland entfernte sich von der einstigen Besatzungsmacht USA. Das schmeichelte dem deutschen Michel. Er glaubte einen Hauch Freiheit zu spüren, wo es tatsächlich der Mief des Kremls war.

Die Schröder-Regierung war die Zeit der Kampfhundhysterie, als die Medien von „ausländischen Rassen“ sprachen, ungeachtet davon, dass diese „ausländischen Rassen“ seit bis zu 200 Jahren in Deutschland existierten. Und diese „ausländischen Rassen“ zerfetzten Kinder und Rentner, bissen in Furie um sich und lebten offenbar im Blutrausch. Ganz plötzlich, nicht seit 200 Jahren und auch vollkommen an jeder Statistik vorbei. Die Hunde waren ab 1998 nicht aggressiver als 100 Jahre zuvor. Die deutschen Medien erprobten die Macht der Suggestion.

Damals sagte ich bereits, nun werden sie wohl irgendwas mit angeschleppten Ausländern machen. Ich habe recht behalten. Nicht dass dies eine große Gabe der Vorhersehung gewesen sei. Genau dasselbe war auch am Ende der Weimarer Republik geschehen. Nur die Akteure haben sich geändert, damals waren es Osteuropäer.

Und wer wurde damals Außenminister? Joschka Fischer, stolzer Besitzer einer Taxifahrerlizenz mit reichlichen Erfahrungen darin Polizisten ins Koma zu prügeln. Seinen hilfreichen Charakter hatte er immer wieder unter Beweis gestellt, zum Beispiel als er sein Auto der RAF borgte, damit diese eine Leiche beseitigen konnte. Selbiger Fischer, den Gerhard Schröder dann in den Moskauer Energieklub holte, obwohl doch Fischer zuvor stets seine Abneigung gegen Wladimir Putin bekundete. Der Vorteil des Geldes ist es, dass es nicht so sehr stinkt, wie korrupte Menschen.

Nun gibt man den Merkel muss weg Rufen nach, um das Volk zu beruhigen. Die Marionetten ändern sich, der Puppenspieler bleibt. Es wird sich nichts verändern, ebenso wenig wie sich mit Merkel nach Schröder etwas änderte. Eine neue Generation von Opportunisten wird auf die Bühne gelassen, das Volk kennt sie noch nicht, hofft auf Veränderung und wartet ab, solange bis es zu spät ist.

Dass Heiko Maas nicht der Feind des Kremls ist, sondern Teil der Scharade, haben Sie schon beim Internetdurchsuchungsgesetz gesehen. Hier angepriesen als Garantie der deutschen Demokratie, beim neuen russischen Internetdurchsuchungsgesetz in Russland als Diktatur gegeißelt. Es war dasselbe Gesetz, welches von der Duma abgesegnet worden war. Uns wird eine Show gezeigt von machtgeilen Politclowns, denen es in Wahrheit nur darum geht, an die Futtertröge des Kremls zu gelangen. Und wenn Maas nun Außenminister wird und die Nachfolge von Genscher, Fischer, Steinmeier und Gabriel antritt, dann nur deshalb, weil er genauso wie seine Vorgänger das Wohlgefallen im Kreml gefunden hat.

Was hier vor unserer aller Augen abgezogen wird, ist ein Strategiewechsel. Sie befürchten die Enttarnung, zu viel Aufmerksamkeit spielt das Vorleben der bisherigen Akteure in den linken Bewegungen. Sie versuchen in der Attacke zu bleiben und sich nicht in die Defensive drängen zu lassen, denn sie wissen das würde Bodenverlust bedeuten. Napoleon nannte es in seinen militärischen Anleitungen so:

"Die Frontlinie darf nicht verlassen werden. Aber es ist eines der wirksamsten Manöver im Krieg, zu wissen, wie sie umzustrukturieren ist, wenn die Umstände es gestatten oder notwendig machen. Eine Armee, die weise ihren Frontverlauf ändert, täuscht den Feind, der unwissend wird, wo er nach ihnen Ausschau halten muss, oder welche Schwachstelle er angreifen könne."

Als „der Feind“ können sie hier das Volk verstehen. Und genau das war geschehen! Die Schwachstellen sind die Verbindungen zum Kreml. Im Kreml geben sich FDP und AfD die Klinke in die Hand, hier streiten sie sich, weil die FDP nicht im Bundestag neben der AfD-Fraktion sitzen will.