Ein Bericht zur heutigen Demo: Mütter gegen Gewalt in Bottrop.

Der Veranstalter rechnete mit 300 - 400 Teilnehmern. Die derzeit vorliegenden Schätzungen gehen von ungefähr 1500 Personen aus.

Eine kleine Gruppe von ca. 30 Leuten traf sich nach und nach am Hauptbahnhof in Bottrop. Auch wenn sich nicht alle Anwesenden kannten, so wurde sich doch sehr schnell der Gruppe angeschlossen. Es kamen einzelne Frauen oder Gruppen. Auch war eine Vielzahl an Männern waren dabei um die Aktion der Frauen zu unterstützen.

Die meisten Teilnehmer waren ab 40 Jahre alt und dann aufwärts. Sie kamen sogar auf Krücken, im E-Rollstuhl oder mit Rollator.

Es gab drei Sprecherinnen. Diese machten auf die verschiedenen Problematiken in unserem Land aufmerksam. Allerdings ging es nicht nur um die Interessen der deutschen Frauen direkt. Es kamen auch Themen wie die Beschneidung von Kindern - auch Mädchen - auf die deutlich hingewiesen wurden.

Auch stritten die Moderatoren nicht ab, dass es bereits vor der Grenzöffnung und dem Zustrom vieler Asylanten Gewalt gegen Frauen in Deutschland gab. Allerdings durch die sehr hohe Anzahl der Asylsuchenden ist das Verhältnis sehr stark angestiegen. Auch wurde mehrfach auf die - zwischenzeitlichen - Todesfälle durch die Übergriffe hingewiesen.

Ebenso machten die Sprecherinnen auf die Unterdrückung der moslemischen Mädchen aufmerksam. Da ihnen der religiöse Glaube aufgezwungen wird. Hierzu gehört nicht nur das Tragen des Kopftuches sondern auch, dass diesen Mädchen die Teilnahme am Sport- oder Schwimmunterricht verboten wird.

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Immer wieder konnte man verschiedene Sprechchöre wie " Merkel muss weg" oder "Widerstand" hören.

Gleichzeitig fand eine Gegendemo der Antifa, nur durch eine kleine Polizeisperre getrennt, statt.

Je weniger Gegendemonstranten um so friedlicher die Demo

Die Demo in Bottrop hat es ganz deutlich gezeigt. Je kleiner die Gruppe der Antifa ist, um so friedlicher verläuft eine Demo.

Hier in Bottrop kam es zu keinen Zwischenfällen. Lediglich einmal machte die Veranstalterin auf das Alkoholverbot aufmerksam.

Ansonsten hat die Polizei in Bottrop, es wurden auch Kräfte aus Gelsenkirchen zur Unterstützung eingesetzt, durch ihr vorbildliches und freundliches, zurückhaltendes Verhalten eine friedliche Demo mit einem anschließenden Marsch ermöglicht.

Das Verhalten der Polizei ist nicht immer so. Die Polizeikräfte in Berlin bei dem Frauenmarsch zum Kanzleramt lösten heftige Kritik aus.

Die Polizei in Bottrop hatte an verschiedenen Kreuzungen Sperrungen aufgestellt und so konnte der Marsch unter friedlicher Polizeibegleitung stattfinden.

Nur wenige Randzuschauer - darunter mehrere junge Personen mit offensichtlichem Migrationshintergund - versuchten die Teilnehmer durch Beschimpfungen zu provozieren. Von einer Reihe Bürgern oder Anwohner jedoch erhielten die Teilnehmer Zuspruch. Es wurde der "Top"-Daumen hoch gezeigt oder sogar zugerufen: "Gut was ihr da macht!"

Gemeinsam wurde auch ein extra Demo-Lied gesungen. Die Melodie von "Glück auf Glück auf" mit entsprechendem Text passend zum Ruhrgebiet und der derzeitigen Situation.