#Pietro Lombardi ist ein Sympathieträger und das, seit dem er zum ersten Casting bei "Deutschland sucht den Superstar" erschien. Und schon damals zeigte er, dass er manchmal einen Hang dazu hat, sich unabsichtlich zweideutig auszudrücken. Als er seinen mitgebrachten Synthesizer samt Unterteil endlich vor der Jury um Dieter Bohlen aufgebaut hatte, erklärte er erleichtert: „Ich bin jetzt echt richtig, richtig froh, hier zu sein. Seit zwölf Stunden mit dem Ständer hier.“ Und damit brachte er die Jury erst mal zum Lachen, während Pietro verwirrt guckte. Und Dieter Bohlen setzte noch einen drauf, Pietro könne stolz sein, wer habe schon 12 Stunden lang einen Ständer.

So begann Pietros Gang ins Rampenlicht, der Rest ist Geschichte, am Ende war Pietro der Sieger von DSDS 2011.

90 Prozent der Deutschen sind Asis

Kein Sieger von DSDS konnte seinen Erfolg so viele Jahre konservieren und ausbauen. Pietro ist der Liebling von vielen Menschen, einfach durch seine freundliche und liebe Art. Daher war das Video vom letzten Samstag ein kleiner Schock. Nachdem Pietro bei einem Auftritt in einer Disko in Pirmsens von einem Gast beleidigt worden war, brach es aus ihm heraus: Es werde immer gegen Ausländer gehetzt, aber das sei falsch. Auch wenn er eine #Deutsche Mutter habe, so müsse er feststellen, dass 90 Prozent der Deutschen Asis seien.

Inzwischen rudert Pietro zurück. Erklärt auf Instagram, dass nicht 90 Prozent der Deutschen, sondern 90 Prozent seiner deutschen Konzertbesucher Asis seien.

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Der Gast habe seinen Sohn beleidigt, darauf müsse er nun mal reagieren.

Nur ausländische Freunde?

Ob es das jetzt wirklich besser macht, sei dahingestellt. Allerdings fällt bei Pietros zahlreichen Insta-Storys eines auf: In den Filmchen tauchen sehr viele junge Männer auf, die mit Pietro befreundet und mit ihm unterwegs sind. Eines haben alle gemeinsam: Es scheinen ausschließlich junge Männer mit Migrationshintergrund zu sein. Pietros Freunde machen einen sehr guten Eindruck, viele sind ebenfalls Künstler, alle scheinen sehr freundlich und sehr klar. Dennoch: Fakt ist, wer sich ausschließlich mit Menschen mit Migrationshintergrund umgibt, lebt mitten in Deutschland in einer Parallelwelt. Und das hat Auswirkungen auf das Denken und die Einstellung, fördert Vorurteile und Ausgrenzung.

Und das könnte der wahre Grund für Pietros Entgleisung sein. Da sollte er sich auch nicht hinter seinem kleinen Sohn verstecken und ihn als Grund vorschieben. Da Pietro ganz offensichtlich seinem kleinen Alessio ein guter Vater sein möchte, sollte er auch bedenken, dass diese Haltung abfärben und der Entwicklung seines Sohnes sehr schaden könnte.

Das hat Pietro Lombardi gemeint:

Ebenfalls dabei war übrigens sein Freund Adeezy Abubakar und der erklärt, was Pietro seiner Meinung nach wirklich gemeint hat: "Die Message war, dass 90 Prozent von denen, die ihn beleidigen, Deutsche sind. Das heißt nicht ganz Deutschland, sondern 90 Prozent von denen, die ihn beleidigen."

Übrigens, wer Pietros Insta-Story verfolgt, sieht auch, dass Pietro schon ein recht hartes Leben führt. Ständig muss er lange Strecken im Auto zu den Konzerten zurück legen, dabei ist er seit Wochen krank. Das Leben als gefeierter Star ist also nicht nur Zuckerschlecken. Dazu kommt, dass in den Diskotheken natürlich nicht nur Fans sind, wie es bei einem normalen Konzert wäre. Da dürfte es öfter vorkommen, dass betrunkene Männer sich unangenehm mit Pöbeleien hervortun. Dennoch sollte er sein eigenes Bild von den Menschen in dem Land, in dem er lebt, noch einmal überdenken.

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