Daten-Skandal

Was passiert eigentlich mit all unseren #Daten auf #Facebook und wie sicher sind sie? Zu diesem Thema wurden nun alarmierende Details enthüllt. Laut einem Bericht der New York Times hieß es, dass sich das Unternehmen Cambridge Analytica, spezialisiert auf Datenanalyse, unerlaubten Zugang zu Daten von über 50 Millionen Nutzern verschafft haben soll. Dafür nutzen sie eine vermeintlich harmlosen Facebook-Applikation mit einer Umfrage für Persönlichkeitstests, die heruntergeladen wurde. Mit dem Herunterladen hatte der Nutzer die Zugriffsrechte auf sein eigenes Konto eingeräumt. Mit dieser App bekamen sie auch Zugriff auf Kontakte, die mit dem Nutzer vernetzt waren.

Der Informationsklau fraß sich durch den Datendschungel. Dies soll möglicherweise für Werbung des US-Wahlkampfes genutzt worden sein. Cambridge Analytica weist diese Vorwürfe strikt zurück. Nun möchte Facebook untersuchen, ob Daten von ihren Nutzern tatsächlich unrechtmäßig genutzt wurden. Auch erwartet die EU-Kommission von Facebook eine Aufklärung der Sachlage.

Die Folgen

Die aktuelle Daten-Affäre kann Facebook in eine Krise stürzen. Der Aktienkurs fiel am Montag und verlor knapp sieben Prozent, was einen Verlust von 35 Milliarden Dollar Börsenwert ausmacht. Viele Nutzer nahmen diesen Missbrauch zum Anlass ihren Account zu löschen. Den Account zu löschen ist nicht so einfach. Viele deaktivieren ihn nur. Damit wird die Facebook-Seite eigentlich lediglich eingefroren und der Anwender hat die Möglichkeit sie zu jeder Zeit wieder zu reaktivieren.

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Die dauerhafte Löschung ist mit einigen Umwegen möglich. Bis zur Löschung der Daten vergehen allerdings bis zu 90 Tage. Und selbst dann bleiben einige Daten noch erhalten wie zum Beispiel Chatnachrichten.

Facebook

Facebook ist ein soziales Netzwerk, das von Mark Elliot Zuckerberg gegründet wurde. Er hält einen Anteil von 28 Prozent des Unternehmens. Facebook wie wir es heute kennen, besteht seit 2004. Dabei verfügt jeder Nutzer über eine Profilseite, auf der er sich vorstellen und Kommentare, Fotos sowie auch Videos hochladen kann, die dann wiederum von anderen kommentiert werden können. Es kann sich mit anderen Profilen verlinkt werden und eine private Kommunikation wird über persönliche Nachrichten mit einem Chat ermöglicht. Die Plattform kann privat aber auch kommerziell genutzt werden. Laut eigenen Angaben haben sich 2017 rund 2,0 Milliarden aktive Mitglieder registriert. Schon oft stand das Unternehmen in Kritik wegen ihres Umganges mit dem Datenschutz. Das soziale Netzwerk finanziert sich durch Werbung. #Skandal