Auch in diesem Jahr steht wieder die Demonstration namens "Global Marijuana March" bevor. Weltweit werden Anfang Mai hunderte von Demonstrationen rund um den Globus unter diesem Namen stattfinden. Und die Forderung der vielen Protestler lässt sich auf zwei Worte reduzieren: "Legalize it!" Also: Legalisiere es! Keine Strafen mehr für Cannabis-Nutzer!

Im Gegensatz zu der landläufigen Meinung, dass geringe Mengen in Deutschland heute vor dem Gesetz kein Drama mehr seien, ist die schockierende Wahrheit eine andere. So verlieren viele "Kiffer" in Deutschland ihren Führerschein. Und zwar ohne, dass sie auch nur einmal im Leben bekifft hinter dem Steuer gesessen hätten.

Falls Kinder da sind, wird auch dem arbeitenden Familienvater vor Gericht auch gerne mit dem Jugendamt nicht nur gedroht.

Auch bei denjenigen, bei denen der Staatsanwaltwalt das Verfahren wegen der geringen Menge an Besitz wieder einstellt, kann sich später das Straßenverkehrsamt melden.

Cannabis Legalisierung

Auch in diesem Jahr unterstützt der "Deutsche hanfverband" (DHV) den "Global Marijuana March". Auf der Homepage von hanverband.de kann in die einzelnen Aktionen eingesehen werden. Wer seine Stadt entdeckt, ist vom Hanfverband eingeladen, sich zu beteiligen. Wer seine Stadt nicht entdeckt, wird von den Veranstaltern bei der Bildung einer eigenen Sektion unterstützt.

Der DHV-Geschäftsführer Georg Wurth spricht klare Worte: "Polizeieinsätze wegen Cannabis können zu körperlichen und geistigen Schädigungen bei Betroffenen führen, staatlicher Jugendschutz wird mangels legaler Geschäfte nicht umgesetzt.

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Mit giftigen Stoffen gestrecktes Cannabis wird auf dem Schwarzmarkt verkauft, kranken Menschen wird der Zugang zu Cannabis als Medizin unnötig erschwert. Das muss sich ändern!"

Cannabis: Zehntausende werden ihre Stimme erheben

Die meisten Demonstrationen werden am 5. Mai stattfinden. Manche wegen besonderer örtlicher Gegebenheiten an einem anderen Tag. Auf Hanfverband.de sind alle Termine immer koordiniert und auf dem neuesten Stand abrufbar.

Das sind bis heute am Donnerstag, 12. April, die teilnehmenden Städte:

Annaberg Augsburg Berlin Braunschweig Dortmund Dresden Düsseldorf Duisburg Erlangen Freiburg Halle (Saale) Hannover Heidelberg Ingolstadt Koblenz Mainz München Münster Nürnberg Passau Rostock Stuttgart Ulm Wildeshausen

Besonders turbulent dürfte es in diesem Jahr in München zugehen. Schließlich hat gerade der Ortsverband München einen Antrag zum Anbau für Medizinalhanf gestellt.

In Kürze werden bestimmt sehr bekannte und spannende Gastredner bei den einzelnen Veranstaltungen bekannt gegeben.

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