Typische Symptome einer Migräne sind hämmernde Kopfschmerzen, begleitet von Sekundärsymptomen wie Übelkeit, sensorischer Hypersensibilität und anderen Begleiterscheinungen neurologischer Natur. Oft beschreiben Patientinnen und Patienten ein Phänomen, das “Aura” genannt wird und die Migräne ankündigt. Dieses hat nichts, rein gar nichts mit dem Begriff “Aura” aus der Esoterik zu tun! Probleme mit dem Sehen können ebenfalls Vorboten sein, allerdings sollte man, solange man kein erfahrener Migränepatient ist, mit jeder Sehstörung sofort zum Arzt, da diese auch schwerwiegende augenärztliche oder neurologische Gründe haben können - wie etwa einen Schlaganfall.

Keine Ruckzuck-Diagnosen bitte!

Eine echte Migräneerkrankung bedarf einer äußerst sorgfältigen Diagnostik beim Neurologen (veraltet auch: Nervenarzt). Bei einer zu schnell gestellten Migränediagnose können andere Ursachen der Schmerzen und Begleitsymptom schnell übersehen werden! Suchen Sie sich hierzu am besten einen pedantischen Arzt mit Ruhe und Erfahrung.

Wen trifft es?

Am meisten sieht man Migränepatienten zwischen dem 30. und 55. Lebensjahr. Eine erste Attacke nach der Pubertät ist üblich. Man weiß auch, dass Migräneprobleme innerhalb von Familien vermehrt auftreten. Die Genetik spielt hier also auch eine Rolle, wobei es allerdings nicht so einfach ist, dass Migräne schlicht verererbt wird. Die Anlage ja, doch ob man an einem Migräneleiden erkrankt unterliegt auch vielen anderen Faktoren. Die Psyche spielt dabei, anders als zu viele Menschen denken, noch die kleinste Rolle. Selbstverständlich schaden seelische Probleme bei jeder Erkrankung, aber das ist nun wahrlich Allgemeinwissen.

Was tun?

Eine Rolle spielen offenbar vor allem entzündliche Faktoren über den Botenstoff CGRP, der eine inflammatorische Reaktion kleiner Äderchen im Gehirn provoziert.

Das klingt dramatischer als es ist - doch ist sehr schmerzhaft und bleibt eine Migräneerkrankung für die Patienten dennoch. Der ganze Körper ist in einer Art Sonderzustand, sobald die Migräne zuschlägt. Daher sollte man in den 48 Stunden nach dem Ende des Anfalls behutsam mit sich umgehen, wie man sich auch nach einem Infekt noch etwas schönen würde. “Schmerzmittel rein und ab auf die Piste” ist keine empfehlenswerte Haltung. Das ganze biologische System sollte ausreichend Zeit haben, sich wieder einzupendeln. Trinken Sie dabei ausreichend Wasser und gönnen Sie sich eine Auszeit.