"Notruf, wie kann ich helfen", so beginnen die Szenen in jeder Folge von "9-1-1". Dann handeln die Episoden wie im echten Alltag den jeweiligen Einsatz ab. Und diese Einsätze haben es in sich. Es werden nicht nur die Heldentaten gezeigt, sondern vermeintliche Helden, die täglich mit dem Tod konfrontiert werden. Sky 1 zeigt diese beeindruckende Produktion. Der Zuschauer wird darin pausenlos durch die Einsätze gejagt.

Achterbahn des Todes

In der ersten Folge wird ein Suizidversuch einer Frau gezeigt.

Feuerwehrmänner und -frauen, die sich der Verzweifelten nähern. "Sie können mir nicht helfen" - und die Frau springt. Es sind für eine Heldenserie völlig unerwartete Handlungen, die verstören.

Dann Einsatz in der zweiten Folge auf einem Vergnügungspark: Eine Achterbahn stoppt im Looping. Ein Mann fällt raus. Unfälle dieser Art gab es auch hierzulande schon. Der Mann in der Serie stirbt. Um die in Not geratenen Fahrgäste nicht zu beunruhigen, gibt der Einsatzleiter die Anweisung: "Die Leute da oben dürfen nicht wissen, dass der Mann tot ist." Man legt den Toten auf einer Trage; zum Schein. Denn Panik soll unbedingt verhindert werden. Der Einsatz auf der Achterbahn wird noch dramatisch werden. Unten filmen Gaffer das Geschehen. Wie im echten Leben. Der Feuerwehralltag ist hart. Der Tod ist allgegenwärtig. Keine Actionszenen, nur das hilflose Gefühl. Das will "9-1-1" zeigen. Und das macht die Produktion so unglaublich spannend.

Manchmal gibt's Versöhnung

"9-1-1" fängt den Zuschauer dazwischen auf und versucht mit seinem Draufgänger-Nachwuchs den Betrachter aus dem Tief zu holen.

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Ja, junge Feuerwehrmänner in Uniform sind sexy. Das ist okay und macht die Spannung der Serie nicht kaputt. Ebenso erfrischend sind Einsätze bei Ehestreitigkeiten. Er steht auf dem Balkon und will springen, weil die Liebste angeblich fremd ging. Nach der Rettung die große Versöhnung. Trotzdem bleibt der Fokus auf Rettungskräfte, die Einsätze manchmal nur schwer verkraften können. Am Mittwoch zeigt Sky 1 die nächste Folge "9-1-1". Ein Flugzeugabsturz - nicht alltäglich. Aber selbst "normale" Einsätze für die freiwillige Feuerwehr, wenn der Absturz außerhalb vom Flugplatz im Wohngebiet war. Es wird wohl wieder Tote geben. Die Serie macht klar: Retter sind eben leider nicht nur Helden, aber sie geben wirklich alles. Feuerwehrfrauen und -männer haben einen der härtesten Jobs. Dass "9-1-1" die Freigabe ab 12 Jahren bekommen hat, liegt vor allem an den angemessenen Schnitten, die das Drama im Bild nur sehr kurz und ohne Blut zeigen. Diese Serie ist ein Muss. Gerade in Zeiten, wo Rettungskräfte selbst in Deutschland bei Einsätzen angegriffen werden.

"9-1-1", 18. April um 20.15 Uhr auf Sky1 und auf Sky on Demand, Sky Ticket sowie Sky Go als Abruf.

Redaktioneller Hinweis: In diesem Artikel werden Selbsttötungen in einer fiktiven Serie thematisiert. Alle gezeigten Szenen und Handlungen sind frei erfunden. Trotzdem können solche Serien oder auch Artikel darüber, labile Menschen beeinflussen. Sind Sie depressiv? Sie bekommen hier Hilfe bei der Telefonseelsorge unter der Rufnummer: 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222! Dort wird man Ihnen kostenlos und rund um die Uhr Auswege aus Ihrer Situation aufzeigen können.