Original Artikel von Solingen Aktiv bei Facebook:

++ Spontane Demonstration gegen rechte Propaganda in der Solinger City ++

Die rechtspopulistische Gruppe "Securityphone Wravensland" lud gestern Abend zum "Amazonen-Marsch" durch die Solinger Innenstadt ein. Unter dem Motto "Kandel ist überall" sollte dabei der weiblichen Opfer von Gewalttaten gedacht werden - wobei es den 12 Teilnehmern des "Marsches" ausschließlich um die von Immigranten ausgehende Gewalt ging. Sie wurden von einer etwa 30 köpfigen spontanen, kreativen, friedlichen aber lautstarken Gegendemonstration begleitet.

Demokratie funktioniert in dieser Stadt. Das beruhigt uns.

So lautet der Artikel von Solingen aktuell bei Facebook. Tatsächlich haben sich hier die 30 Personen der Gegendemo übelst dem Opfer von Gewalt gegenüber benommen.

Das Securityphone Wravensland wurde lange Zeit vor den Morden - und auch Kandel - eingerichtet. Da die Betreiberin selber Opfer von Gewalt ist, wollte sie andere vor einem ähnlichen Schicksal schützen und bietet die Hilfe des Begleittelefons kostenlos - gerne werden für die laufenden Kosten Spenden angenommen - an. Auch war die Betreiberin bereits 2006 aktives Fördermitglied der Organisation Bacaa: Biker machen mobil gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornographie.

Bereits ein paar Tage vor der Aktion wurde von einer Mimi Lieblich einfach eigenmächtig festgelegt, dass es sich bei der Veranstaltung um Vertreten von rechten Ideologien handelt und sie rief die Solinger zur Gegendemonstration auf. Diesem Aufruf folgten ja dann auch ca. 30 Teilnehmer der Gegenseite. Völlig ignorierend, dass das Motto: Gegen Gewalt an Frauen, gegen Kindesmissbrauch, Opferschutz statt Täterschutz und Gedenken der Opfer von Gewalt (ohne auch nur ein einziges Wort von Flüchtlingen, sowohl in der Einladung als auch der Facebookseite)

Sowohl von Solingen aktiv als auch von der Organisation "Solingen ist bunt und nicht braun" waren es die Teilnehmer der Gegendemo, die sich in üblester Weise an der Veranstalterin und Rednerin - besonders seelisch - vergangen haben.

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Die Rednerin bekam keine Chance ihre Rede zu halten. Als sie einen der Teilnehmer aufforderte sich vernünftig an der Veranstaltung zu beteiligen und seine Vorschläge über das Megaphone mitzuteilen kamen nur dumme Parollerufe mit: Refugees are welcome - völlig außer Acht lassend das dieses wohl nicht dorthin gehört.

Die Hetze geht jedoch auf der Seite bei Facebook ständig weiter. Bewertung mit einem Stern weil ja angeblich nur übelste Hetze auf der Seite betrieben würde. Sogar vor körperlichen Übergriffen oder Attacken gegen das Haus, in dem sie wohnt, muss sie sich jetzt fürchten.

Bei der Veranstaltung sorgten die verzweifelten Versuche der Frau vernünftige Gespräche mit den Teilnehmern der Gegendemo zu führen und obwohl es ihr sehr schwer fiel und sie kaum Sprechen konnte, fing sie an zu erzählen auch über die Tötung ihres noch ungeborenen Kindes. Dieses führte nur zur Belustigung der Gegenteilnehmer, sie fanden es lustig und spaßig.

O-Ton: "Die waren wie wilde Tiere, wie ferngesteuerte Zombis"!

Dank ein paar Passanten die ebenfalls an der Veranstaltung teilnahmen und die sich sofort, als sie das Verhalten der Gegenseite erkannten, an die Seite der Frau stellten, wurden die Gegendemonstranten zumindest ansatzweise ausgegrenzt.

Auch ein paar Anhänger der AfD unterstützten die Frau die eigentlich völlig alleine gegen den Mob dort stand. Dieses wird natürlich von der Gegenseite ebenfalls als Berechtigung angesehen zu Hetzen.

Anhand des Verhaltens der Gegendemonstranten in Solingen kann man gut erkennen, wie tief das Niveau mancher Menschen inzwischen in Deutschland gesunken ist. Die gleiche Tendenz ist bei den Unfall-Gaffern anzutreffen.

Persönliche Gespräche geführt und Infos von den FB Seiten - Securityphone Wravensland (@phoneWL) und Solingen aktiv