Gesellschaftsdruck macht krank

Wir leben in einer Zeit, in der wir unter immer mehr Druck funktionieren müssen. Die Erwartungshaltungen an uns werden immer höher geschraubt. Seit der Kindheit sind wir die Verlierer einer Leistungsgesellschaft, um als Gewinner hervorzugehen. Welchen Preis zahlen wir dafür? #Burn-Out oder Depressionen, hervorgerufen durch einen Alltagsdruck den die Gesellschaft auf uns ausübt. Die gesellschaftliche Meinung und Moralvorstellungen wollen uns vorschreiben wie wir zu leben haben und was wir zu tun oder zu lassen haben.

Leben für andere, nicht für uns, wird in erster Instanz unglücklich, in zweiter Instanz krank machen.

Zu viel Individualismus ist für das Leben in dieser Gesellschaft ungesund. Zu leicht wird der Individualist ausgegrenzt und für verrückt erklärt. Ist der Mensch doch letztendlich eine anonyme Nummer in der Gesellschaft, die nur zu funktionieren hat. Doch wehe, wenn der Mensch nicht mehr funktioniert. Dann wird er sehr schnell aus der Gesellschaft herauskatapultiert.

Druck in der Bildung

Schon die Kinder unterliegen diesem Druck in Deutschland, da es sich in der Grundschule grob herauskristallisiert, welchen sozialen Weg ein noch sehr junger Mensch in seinem Leben einschlagen wird. Besucht er danach die Hauptschule? Oder schafft es das Kind auf die Realschule? Ist es gar gut genug für das Gymnasium? Ohne die Weitsicht für den zukünftigen Lebensweg zu haben, da in der infantilen Welt weder eine Lebensplanung noch eine Existenzangst existiert, wird das Kind meistens durch seine Eltern, aber auch durch die Umwelt, auf Leistung gedrillt, um den Sprung in ein zukünftig besseres soziales und finanzielles Leben zu schaffen.

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Bei Gesprächen mit Schülern die eine Hauptschule besuchen, findet sich eine negative Lebenseinstellung und teilweise eine Selbstaufgabe sowie Perspektivlosigkeit. Sie fühlen sich alleine mit der Tatsache Hauptschüler zu sein und sehen sich schon als Verlierer. Bei Schülern, die ein Gymnasium besuchen, bleibt der Leistungsdruck um das Abitur zu schaffen. Im Allgemeinen sind allerdings diese Schüler lebensbejahender und optimistischer.

Warum werden Menschen in ihrer Kindheit selektiert, um ihre Lebensgeschichte zu schreiben? Warum lässt die Gesellschaft Kinder nicht Kinder sein?

Beim Studium und in der Lehre entwickeln sich dann Ellenbogenmanieren, bei denen die Emotionen auf der Strecke bleiben, nur um der Beste zu sein. Denn nur der Beste wird auch den besten Job bekommen.

Die Arbeitswelt ist geprägt von Leistung. Deswegen opfern viele im Arbeitsalltag ihre wertvolle Zeit, die sie als Mehrarbeit in die Firma einbringen, um ihren Leistungswert im Unternehmen zu steigern. Wer keine Leistung erbringt, hat kein Geld, wer kein Geld hat, gehört nicht dazu.

Deswegen werden Opfer erbracht, um den Job nicht zu verlieren.

Am schlimmsten ist es für Arbeitssuchende, die gerade einmal soviel Geld vom Staat bekommen, dass sie gerade mal existenziell am Leben gehalten werden. Sie haben kaum noch eine Chance finanziell am Gesellschaftsleben teilzunehmen.

Resultate des Drucks

Jedes Jahr erkranken immer mehr Menschen an psychischen Störungen, hervorgerufen durch #Stress, Leistungs- und Gesellschaftsdruck. Nicht umsonst gibt es einen jährlichen Anstieg der Krankheitstage, wobei viele Tage davon auf psychische Störungen zurückzuführen sind. Aus dem Burn-out kann eine #Depression werden. Die Depression ist eine schleichende Krankheit, die irgendwann nicht mehr zu bremsen ist und professioneller Hilfe bedarf. Wenn sie nicht kontrolliert wird, kann sie im Suizid enden.