Um fair zu bleiben, muss das vorweg auch sein: Sky ist durch die Führung von Carsten Schmidt profitabel geworden. Der Manager hat viele Jahre den Sport im Sender verantwortet. Mit Sky Ticket hat Schmidt ein sehr innovatives Produkt auf den Markt geworfen, welches von vielen Interessenten positiv angenommen wurde. Allein die Facebookseite von Sky Ticket hat weit über eine viertel Million Fans. Das schaffe erstmal einer. Eigenproduktionen wie "Babylon Berlin" sind internationale Erfolge. Trotzdem gerät Sky-Chef Schmidt in diesen Tagen unter Druck. Der Verlust der Sportrechte, das ausgedünnte Filmangebot, aber vor allem die neuen Preise mit Sky Q bringen seine Kunden endgültig auf die Barrikaden.

Da Carsten Schmidt mit Sky Q (einem Angebot für Vertragskunden) den großen Wurf ankündigte, muss er den Bumerang jetzt aushalten. Seine Abonnenten überziehen den Chef mit teils berechtigter Kritik. Die Preise wurden erhöht [VIDEO] - Fakt! Abonnenten dürfen da wütend sein. Denn auch die Bestandskunden kommen nach ihrer Mindestlaufzeit in die neue Preisstruktur. Nachfolgend die ersten Reaktionen aus der Sky Commuity, einer offiziellen Seite von Sky Deutschland. Immerhin: Die Meinungen wurden von Sky nicht zensiert und waren bei Veröffentlichung des Artikels noch vorhanden.

Die neuen Preise und Kunden-Meinungen

Zunächst noch einmal die Preise ab 2. Mai 2018: Entertainment 24,99 €, Cinema 34,99 €, Bundesliga 39,99 €, Sport 29,99 €, HD/UHD zzgl. 10 € (Quelle: Preisliste Fachhändler Flyer vom 30.

April 2018)

JohnnyCash erklärt in der Community öffentlich, dass die Meldung über 30.000 weniger Kunden das wohl auch die letzte "Erfolgsmeldung" für Sky gewesen wäre. Er schreibt provokant noch in Großbuchstaben "R.I.P., Sky" hinterher.

Nightmare08 befürchtet, dass der PayTV-Sender sein Produkt so an die Wand fahren wird. Der User kritisiert, dass man für fast 40 Euro nun weniger Bundesliga bekommen würde und auch mehr Sport mit knapp 30 Euro nicht wirklich für den Preis drin ist.

tbi findet sodann richtig harte Worte für Sky-Chef Carsten Schmidt und glaubt, dass der Manager nur noch ein halbes Jahr auf seinem Stuhl sitzen wird. Dann wird er als Boss bei Sky Geschichte sein.

stephan1 kann sich den Sarkasmus auf das Sky Q Preisdesaster einfach nicht verkneifen und meint, dass sich Sky seinen Ruf als "Billiganbieter" immerhin hart erarbeitet hat.

Klausi67 holt da schon weiter in der offiziellen Sky-Community aus und zählt auf, dass die Antwort von Carsten Schmidt auf Rechteverluste, Hardware-Zwang und viel zu viel Werbung mit einer Preiserhöhung der Hammer sei.

Er gab Herrn Schmidt zu bedenken, dass er mit Amazon, DAZN, dem Eurosport-Player, Maxdome und einem Netflix-Abo zusammen weniger bezahlen würde, als für die Bundesliga bei Sky.

Hinweis: Alle Aussagen wurden von der offiziellen Sky-Seite community.sky.de genommen. Es wurden kritische Meinungen für Zitate bevorzugt, die den deutlich überwiegenden Teil auf der benannten Seite nachweislich ausmachten (letzter Stand 03.05.2018, 23 Uhr).