Stell Dir mal folgende Situation vor: Ein guter Kumpel von Dir hat dich zu seiner Party eingeladen, sein 18. Geburtstag soll gefeiert werden. Du erzählst deinen Eltern, dass du deinem Kumpel als Mitbringsel für die Party eine Flasche Schnaps besorgt hast, Jägermeister meinetwegen. Deine Eltern würden dir vielleicht sagen, dass du aufpassen sollst und es nicht übertreiben: Aber würden sie es Dir verbieten?

Und weiter gedacht: Wie sieht es aus, wenn du statt einer Flasche Schnaps einen Joint mitbringen willst?

Cannabis erlebt zurzeit eine Renaissance, in einigen Staaten, aktuelles Beispiel Kanada, wird der Verkauf und Konsum von Cannabis erlaubt bzw.

die Regeln werden gelockert. In Deutschland ist dies nicht in Sicht. Marlene Mortler, seit 2014 Drogenbeauftragte der Bundesregierung, gilt als erklärte Hanf-Gegnerin.

Ein interessantes Video über Marlene Mortler:

Beschäftigen wir uns doch mal vollkommen Vorurteilsfrei mit dem Thema Cannabis

Dieser Text beschäftigt sich mit folgenden Punkten:

1. Begriffsklärung

2. Warum ist Gras verboten

3. Vorteile/Gefahren beim Gras-Konsum

4. Vergleich zu Alkohol

1. Begriffserklärung:

Bei Diskussionen zu dem Thema gehen die Begriffe häufig etwas durcheinander, deswegen hier eine kurze Begriffserklärung:

Hanf: Kulturpflanze aus der man die unterschiedlichsten Produkte herstellen kann

Cannabis: lateinischer Name von Hanf

Marihuana: Krautprodukt der weiblichen Hanfpflanze, umgangssprachlich als Gras bekannt

Haschisch: wird aus der weiblichen Hanfpflanze gewonnen und ist ein Konzentrat von Cannabis

THC: Wirkstoff der Pflanze, sorgt für die berauschende Wirkung

2. Warum ist Gras verboten

Bis zum 19.

Jahrhundert hatte Cannabis eine beeindruckende Karriere als Nutzpflanze hingelegt. Seine medizinische Wirkung war unumstritten, es wurde als Schmerzmittel verwendet, als eine der älteste Kulturpflanzen der Erde wurden daraus Leinen und Öle gewonnen. Bekannt ist, dass schon 2700 vor Christus Cannabis medizinisch verwendet wurde.

Das Verbot geht auf Harry Jacob Anslinger zurück, welcher in den USA 1930 Vorsitzender des Federal Bureau of Narcotics war. Er trieb die Prohibition von Cannabis wesentlich voran, davor war Cannabis in breiten Teilen der Gesellschaft akzeptiert. Die Prohibition von Alkohol misslang.

Doch welche Gefahren gehen wirklich von Cannabis aus?

3. Vorteile von Cannabis/Gefahren

Die Vorteile von Cannabis als Schmerzmittel sind medizinisch unumstritten. Außerdem handelt es sich bei dem Rauschzustand durch Cannabis um einen vergleichsweise angenehmen und harmlosen Zustand, wie heißt es so schön im Volksmund, man kann sich zu Tode saufen, aber nicht zu Tode kiffen.

Aber dennoch sollte man nicht den Fehler machen und davon ausgehen, dass Cannabis komplett ungefährlich ist.

Der regelmäßige Konsum von Cannabis kann, laut Harald Lesch, zu Herz- und Kreislaufproblemen führen, Lungenerkrankungen und psychotische Schübe können auftreten und Blackouts sind möglich.

4. Der Vergleich mit Alkohol!

Der Körper des Menschen stellt Cannabinoide her, als Botenstoffe. Diese sind Cannabis ähnlich. Man nimmt beim konsumieren von Gras also keine dem Körper komplett unbekannten Stoffe aus, während es sich bei Alkohol um ein starkes Zellgift handelt. Alkohol kann Krebserkrankungen auslösen. Außerdem steigt das Schlaganfall-Risiko. Nach erhöhtem Konsum treten auch Leberschäden auf.

Alkohol ist also nachweislich sehr schädlich für den Körper, nach meiner Einschätzung schädlicher als Cannabis.

Dennoch verhindert in Deutschland unter anderem die CSU eine Legalisierung von Cannabis, dieselbe Partei, die jährlich das Oktoberfest eröffnet.

Ist das Fair?

Wer sich weiter und intensiver mit dem Thema beschäftigen will, der sollte dieses Video schauen, welches mir auch unter anderem als Quelle diente:

Quelle:

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