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Jetzt will auch Frankreich die neue Gaspipeline "Nord Stream 2" verhindern. Die Welt redet uns ein, wir würden zu abhängig von russischen Gaslieferungen. Das ist falsch. Russland würde immer abhängiger von Gaslieferungen an uns. Russland braucht harte Devisen wie den Euro dringender als wir Russlands Gas. Amerika will "Nord Stream 2" verhindern um uns zu zwingen amerikanisches Flüssiggas zu höheren Preisen zu kaufen, das in den USA mittels Fracking teuer und massiv umweltschädigend erzeugt wird.

Putin, der Schachspieler

Außerdem ist es Wladimir Putin leid, Gas unnötigerweise zu Dumpingpreisen der Ukraine und Polen überlassen zu müssen, ohne sich wehren zu können. Volkswirtschaftlich ist Russland abhängig von Gasexporten und Putin wäre wohl niemals so dumm, seinen besten Gaskunden durch Verkaufsverweigerung vor den Kopf zu stoßen.

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Wer wirklich Frieden in Europa will, muss den Handel mit Russland ausweiten. Putin muss 144 Millionen Einwohnern zunehmenden Wohlstand ermöglichen, sonst bricht das riesige russische Reich erneut zusammen.

Niemand will wahrhaben, dass der gefeierte Demokrat Michail Gorbatschow bei den meisten Russen eher wenig Gegenliebe erfährt, weil durch seine Demokratisierungsprozesse große Teile des Landes hungern und frieren mussten, während die Korruption eine unglaubliche Blüte erlebte. Natürlich ist es mehr als ambitioniert, Putin einen "lupenreinen Demokraten" zu nennen. Russland hat noch einen langen Weg bis zur Demokratie vor sich. Putin ist ein Schachspieler, der jeden Zug gut überlegt und nicht wie Donald Trump bei jeder Gelegenheit wie ein wilder Cowboy aus der Hüfte schießt.

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Friedensstifter Handel

Wohlstand ist der beste Garant für Frieden. Helfen wir unseren russischen Freunden zu besserem Lebensstandard zu kommen und sie werden uns lieben, wenn wir sie brüskieren um von Trump getätschelt zu werden, werden sie uns hassen. Europa sollte die Chance nutzen, Russland zum Verbündeten und nicht zum Feind zu haben. Ob uns die Abhängigkeit von den USA hilft, uns auf dem Weltmarkt als Schwergewicht zu behaupten, muss man eher bezweifeln. So verständlich es ist, dass die baltischen Staaten sich noch zu gut an das Sowietimperium erinnern, sollten wir als Friedensstifter den Handel mit Russland zu beiderseitigem Vorteil vertiefen und eine Entwicklung unterstützen, die besser ist, als die Rückkehr zum kalten Krieg mit erneutem Wettrüsten, Misstrauen und Feindseligkeit.

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Bis 1918 war Russland ein Teil der westlichen Wertegemeinschaft. Laden wir die Russen wieder ein, unsere Freunde zu sein!