Auch für die Europawahl hat Greta Thunberg eine Empfehlung, der jeder Wahlberechtige nachkommen kann: Die Wähler mögen Menschen wie Greta wählen. Die Erwachsenen müssten an die denken, die nicht wählen dürfen. "Ihr müsst für uns wählen, für eure Kinder und eure Enkel." Bei der Beliebtheit von Greta und dem Zulauf der Bewegung "Fridays for Future" wäre ein deutlicher Zuwachs bei den europäischen Ökoparteien durchaus denkbar. Im Grunde liegt die Rettung der Welt in der Hand der Europäer. Und zwar dann, wenn die Ökoparteien großen Einfluss hätten und sie Forderungen der Tierschützer umsetzen würden.

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Die Tierschützer? Was soll denn das jetzt, wird sich der ein oder andere geneigt Leser nun vielleicht fragen, aber Tiere haben sehr viel mit dem Klima zu tun. Nicht nur weil sie aussterben.

Eine Lösung, die Greta Thunberg gefallen müsste

Wenn das europäische Parlament beschließen würde, dass Tiere in Europa ausschließlich artgerecht gehalten werden dürfen, würde sich die Ököbilanz in Europa sprunghaft verbessern. Ob da noch ein paar alte Diesel auf bestimmten Straßen fahren oder nicht. Die quälerische Massentierhaltung hätte ein Ende.

Jedes Tier hat Anspruch auf eine bestimmte Fläche im Stall und draußen, ihre Zahl würde drastisch sinken. Wichtig wäre, dass diese Vorschriften auch für eingeführtes Fleisch gelten müssen. Auch dürften keine lebenden Tiere mehr in Länder exportiert werden, die keine europäischen Tierschutzregeln befolgen.

Damit würde der Fleischkonsum nicht nur in Europa, sondern weltweit sinken. Inzwischen werden unsere armen Schweine ja auch China exportiert.

Der ungeheure Resourcenverbrauch für die Ernährung der vielen Tiere würde drastisch sinken.

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Regenwälder müssten nicht mehr für Tierfutteranbau gerodet werden. Die Landwirte hätten wesentlich weniger Gülle auf den Feldern, was das Nitrat im Trinkwasser reduzieren würde.

Wirksamer Klimaschutz, dessen freigewordenen Ressourcen es sogar ermöglichen würden, die Weltbevölkerung zu ernähren.

Zeit für Industrie, Mensch und Tier - Greta Thunberg sollte Zusammenschluss anregen

Der erreichte Klimaschutz würde es der restlichen Industrie ermöglichen in Ruhe ihre Produktionen herunterzufahren oder umzustellen.

Über Atomkraft müsste nicht weiter diskutiert werden. Die Zeit würde reichen, um tragfähige langfristige Versorgung mit Öko-Strom aufzubauen. Drohende Massenentlassungen in diesem Bereich wären erst einmal abgemildert. Durch den geringeren Fleischkonsum würden die Menschen gesünder werden und ihr Leben mehr genießen können und alles mit dem guten Gewissen, dass der eigene Genuss nicht mit unvorstellbar grauenhaften Tierquälereien erzeugt worden ist. Die gigantische Wasserverschwendung hätte ein Ende.

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In der Massentierhaltung ausgereizte Antibiotika würden nicht länger zu multiresistenten "Krankenhauskeimen" führen.

Die Preise für Fleisch wären einfach höher und würden die Konsumenten dazu bringen, die riesige und köstliche Welt der fleischfreien Kost zu entdecken. Es ist einfach. Es ist möglich. Es ist die einzige vernünftige Lösung, die schnell greift und sofort umsetzbar ist. Also: Kreuz an der richtigen Stelle und Tierschützer auf die Barrikaden.