Drama an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Lünen

Lünen unter Schock – Schüler getötet – Am Dienstag dem 23. Januar kurz nach Schulbeginn um 8:00 Uhr wurde auf dem Flur der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Lünen ein 14-jähriger Schüler getötet. Das Opfer starb noch auf dem Schulgelände, nachdem der Angreifer auf ihn eingestochen hat. Wenig später wurde ein 15-jähriger Tatverdächtiger auf der Flucht am nahegelegenen Datteln-Hamm-Kanal von der Polizei widerstandslos gestellt, nachdem ihn ein Hubschrauber entdeckte. Eine Mordkommission nahm die Ermittlung auf. Es soll sich nach Angaben des Innenministers Reul um eine Einzeltat gehandelt haben. Ein Amoklauf wurde ausgeschlossen.

Entsetzen nach der unfassbaren Tat

Nach der Tat mussten die fast 1000 Schüler in die Mensa bis sie von ihren Eltern abgeholt wurden. Seelsorge betreuten Schüler und Lehrer. „Dieser Vorfall an unserer Schule hat große Betroffenheit im Kollegium und in der ganzen Schule ausgelöst“, äußerte sich Schulleiter Reinhold Bauhus zu diesem dramatischen Ereignis. „Wir bekommen gute Unterstützung von dem Krisenteam und den Schulpsychologen.“ Zum Entsetzen und zur Fassungslosigkeit über die Tat mischten sich viele Spekulationen zum Tathergang und dem Motiv. In den sozialen Medien brodelte die Gerüchteküche. Gegen 20:00 Uhr gab dann die Polizei ein mögliches Motiv des Messerstechers bekannt: Das Opfer soll seine Mutter mehrmals „provozierend angeschaut haben“. Daraufhin hat er ein Messer gezogen und dem Mitschüler in den Hals gestochen.

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Der mutmaßliche Täter wurde von einer Sozialarbeiterin der Schule als „aggressiv und unbeschulbar“ beschrieben, weswegen er zwischenzeitlich eine andere Schule besuchte. Da er nun doch wieder in der Gesamtschule unterrichtet werden sollte, hatte er am Dienstag morgen mit seiner Mutter einen Gesprächstermin mit der Schulsozialarbeiterin.

Reaktion auf das schreckliche Ereignis

Die Schulministerin von NRW, Yvonne Gebauer (FDP), reagierte tief betroffen. „Eine furchtbare Tat. Ein junger Mensch wurde viel zu früh aus dem Leben gerissen.“ Am Mittwoch wird der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Mit den jeweiligen Klassenlehrern soll dann das Erlebte aufgearbeitet werden. Für 12:00 Uhr wurde eine Schweigeminute an allen Schulen und im Lüner Rathaus angekündigt. Das Regierungskabinett gedachte dem Opfer und dessen Familie schon am Dienstag mit einer Schweigeminute.