„Friederike“ wütete über Deutschland

Der OrkanFriederike“ fegte über Deutschland – Mit einer Windgeschwindigkeit von teilweise über 200 Stundenkilometer wütete der Orkan „Friederike“ über den Westen und die Mitte von Deutschland. Stark betroffen waren vor allem die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Thüringen. „Friederike“ war der heftigste Orkan den Deutschland in den letzten 11 Jahren erlebt hat. Damals fegte der Orkan "Kyrill" über weite Teile Europas, der das öffentliche Leben stark beeinträchtigte und bei dem in Deutschland 13 Menschen ums Leben kamen.

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Polizei und Feuerwehr rückten auch dieses Mal rund um die Uhr zu Großeinsätzen aus. Umgestürzte Bäume, Verkehrsunfälle, abgedeckte Dächer und herumfliegende Straßenschilder waren die Hauptgründe.

Neben hohen Sachschäden gab es auch Verletzte und Todesopfer. Mindestens acht Menschen starben durch den Orkan, darunter zwei Feuerwehrleute die während Bergungs- und Aufräumarbeiten ihr Leben ließen.

„Friederike“ legt den Verkehr lahm

Zahlreiche Straßenabschnitte wurden wegen Unfällen gesperrt. Auch Bahnreisende mussten mit erheblichen Behinderungen rechnen. Am Donnerstagnachmittag stellte die Deutschen Bahn den Fernverkehr komplett ein, nachdem zuvor in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen schon keine Züge mehr fuhren. Wie der Unternehmenssprecher verkündete, geschah dies aus Sicherheitsgründen. Tagestickets verlieren nicht den Wert und die Deutsche Bahn stellte Hotelzüge, Übernachtungs- und Taxigutscheine zur Verfügung. Auch der Flugverkehr war betroffen. So wurden in den Flughäfen Düsseldorf und München einige Flüge gestrichen.

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Im Flughafen Schiphol in Amsterdam wurden wegen des Sturms alle Flüge komplett gecancelt, nachdem in den Niederlanden Alarmstufe Rot ausgerufen wurde.

Schul- und Stromausfall wegen Sturm

In vielen Städten Nordrhein-Westfalens fiel der Schulunterricht aus. Der Bildungsminister Wolfgang Holter gab bekannt, dass es den Eltern freigestellt wurde ihre Kinder aus Sicherheitsgründen nicht zur Schule zu schicken. Sie mussten allerdings die Schule informieren, falls die Kinder daheim blieben. Zeitweise waren tausende Haushalte und Betriebe ohne Strom. Die Stromversorger gehen davon aus, dass sich die Reparaturarbeiten den ganzen Freitag hinziehen. Es wurden etliche Stromleitungen durch umgekippte Bäume zerstört.