Drogen im Alltag

Es muss nicht immer Kokain oder Heroin sein, um bei Missbrauch daran zugrunde zu gehen. Gibt es doch genügend legale Drogen, die als Genussmittel, Medikamente oder Haushaltsmittel unseren Alltag bereichern. Der Konsum von Rauschmitteln ließ sich bereits für die Jungsteinzeit nachweisen. Alkoholische Getränke gab es schon um 6000 vor Christus und Cannabis war auch in vorchristlicher Zeit bekannt. Doch wann sind berauschende Mittel erlaubt und wann verboten? Oft ziehen ökonomische und politische Interessen, sowie auch kulturelle Traditionen diese Grenze zwischen der Legalität und Illegalität.

Hier nun fünf Alltagsdrogen, die wir in unserem Haushalt finden:

5. Lösungsmittel

Wer kennt das nicht; Da wird arbeitet mit Farben und Lösungsmitteln gearbeitet und auf einmal steigt dieses Gefühl von Benommenheit und Kopfschmerzen auf.

Eines dieser Lösungsmittel ist Aceton. Wenn man größere Mengen davon inhaliert, verursacht es Bronchialreizungen, Müdigkeit bis hin zur narkotischen Wirkung. Also aufgepasst und sich nicht allzu sehr den Dämpfen aussetzen, wenn man mit Lösungsmitteln hantiert!

4. Muskatnuss

Muskat findet vor allem zum Würzen in der Küche Verwendung. Doch die Muskatnuss hat es in sich! Zuviel davon kann Halluzinationen hervorrufen. Dafür sind die Aromastoffe Safrol, Myristicin und Elemicin verantwortlich. Einige rauchen es daher auch mit Tabak vermischt. Häufige Begleiterscheinungen bei zu viel Konsum ist Übelkeit, Schwindel, Orientierungslosigkeit, Kopfschmerzen, Sinnestäuschungen, um nur einige zu nennen. Beim Würzen ist also unbedingt Vorsicht geboten!

3. Hustensaft

Was so harmlos klingt und was wir alle kennen ist Hustensaft.

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Geht es doch vor allem um die stärkeren Hustensäfte mit den Inhaltsstoffen Codein und Dextromethorphan beziehungsweise Promethazin. Gerade als Partydroge „Purple drank“ gemischt mit Limonade und zerkrümelten Bonbons hat sie sich einen Namen in der Szene gemacht. Das Getränk provoziert eine Beeinträchtigung der Motorik und ein Gefühl von Euphorie. Es greift das zentrale Nervensystem an und bei Überdosis kann es auch zum Tod führen. Regelmäßiger Konsum führt zur Abhängigkeit. Daher ist gerade bei Kindern Vorsicht geboten.

2. Tabak

Rauchware wird aus der auf dem amerikanischen Kontinent beheimateten Tabakpflanze hergestellt. Durch die Fahrten des Kolumbus wurde Tabak in Europa bekannt und später auch salonfähig. Es entwickelte sich eine eigene Rauchkultur. Die Blätter werden fermentiert und zu Zigaretten, Zigarren oder Pfeifentabak weiterverarbeitet. Diese Erzeugnisse werden in die Lunge inhaliert oder im Rachenraum gepafft. Der Tabakkonsum ist stark gesundheitsschädlich. Die Gefahren lauern durch die giftigen Inhaltsstoffe und verursachen unter anderem Krebs sowie Herz- und Gefäßerkrankungen.

Das Nikotin ist mitverantwortlich für die Abhängigkeit. Eine Studie zeigt, dass in Deutschland jährlich zwischen 110.000 und 140.000 Todesfälle auf das Rauchen zurückzuführen sind.

1. Alkohol

Alkohol ist die gesellschaftsfähige Volksdroge, der seit Generationen unzählige Lieder und Gedichte gewidmet wurde. Gibt es doch kaum eine feierliche Veranstaltungen ohne einen „guten Tropfen“. Seit prähistorischer Zeit wissen wir um den Rausch dieser Getränke. Hervorgerufen durch Gärung beginnt die Alkoholherstellung mit einem natürlichen Zersetzungsprozess. Durch Destillation kann der Alkoholgehalt künstlich gesteigert werden. In Deutschland liegt der durchschnittliche Jahreskonsum bei etwa 11,8 Liter pro Person. Bei regelmäßigen Konsum, kann es neben gesundheitlichen Schäden zu einer Abhängigkeit kommen. Häufig werden vor allem das Nervensystem und die Leber angegriffen.