Trump empfängt Delegation von Schulen

Der US-Präsident Donald Trump empfing am Mittwoch eine Delegation bestehend aus der Columbine High School, Sandy Hook Elementary School und auch aus der High School von Parkland, an der vor einer Woche nach einem Amoklauf etliche Tote zu beklagen waren. Unter den etwa 40 Delegierten befanden sich Schüler, Lehrer und Eltern der Opfer. Ungefähr eine Stunde nahm sich der Präsident für das Gespräch im Esszimmer des Weißen Hauses Zeit, um mit ihnen gemeinsam zu beten und Meinungen auszutauschen. Dabei arbeitete er Fragen ab, die auf einem Zettel notiert waren. Herzergreifend und unter Tränen baten Überlebende und Angehörige, der Opfer der Bluttaten, um eine Änderung im Waffenrecht.

Der Präsident ist nun in Zugzwang. Muss doch eine Lösung für mehr Sicherheit vor allem an Schulen gefunden werden. Zum anderen will er es sich mit der Waffenlobby, der National Rifle Association (NRA) nicht verscherzen. Gibt doch die NRA an, für die Verfassung der Vereinigten Staaten einzustehen und sie zu verteidigen. Das bezieht sich vor allem auf deren 2. Zusatzartikel, bei dem es um das Recht auf den Besitz und das Tragen einer Waffe geht.

Was passierte an der High School?

Am 14. Februar 2018 lief der 19-jährige Nikolas Cruz an der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland / Florida Amok. Dabei wurden 14 Schüler und drei Erwachsen getötet. 15 Verletzte mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Ein Jahr zuvor wurde er wegen mangelnder Disziplin und Gewaltbereitschaft von dieser Schule verwiesen.

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Den Amoklauf begann er mit dem Auslösen des Feueralarms. Er zündete Rauchbomben und schoss dann mit einem halbautomatischen AR-15-Gewehr auf Schüler und Lehrer, die das Schulgebäude verließen. Kurze Zeit nach der Tat wurde er in einer Nachbargemeinde von der Polizei gestellt. Dabei ergab er sich ohne Gegenwehr.

Deeskalation durch Eskalation

Während viele für eine Verschärfung des Waffengesetzes sind, redete Trump am Thema vorbei. Statt Abrüstung ist bei ihm Aufrüstung angesagt. Nach eigenen Aussagen liegen mehrere Vorschläge bezüglich der Sicherheit an Schulen auf seinem Tisch. Er könne sich demnach als Lösung des Problems gut vorstellen, ausgesuchte Lehrer mit versteckt getragene Waffen in den Schulen auszurüsten. Nach einem speziellen Training und Schulungen, sollen sie in der Lage sein im Ernstfall zu reagieren. Er verglich diese Methode mit den Flugsicherheitsbegleitern, die sich in Zivil unter die Passagiere mischen und in Bekämpfung gegen Terrorismus geschult sind. Setzt er also auf Deeskalation durch Eskalation?