Amoklauf an Highschool in Florida

Am Valentinstag lief an der Marjory Douglas Highschool in Parkland / Florida ein Ex-Schüler Amok. Bei dem Amokläufer handelt es sich um Nikolas Cruz, 19 Jahre. Verschiedene Schüler beschrieben ihn als Einzelgänger mit Hang zur Waffenkunde. Aus disziplinarischen Gründen wurde er früher von der Schule ausgeschlossen. Ob der Schulausschluss das Motiv für die Tat war, wird noch geprüft. In sozialen Netzwerken soll er die Tötung von Menschen schon vor einiger Zeit angekündigt haben. Mit einem halbautomatischem Gewehr tötete er 16 Schüler und einen Lehrer. Viele weitere wurden verletzt und werden in Krankenhäusern behandelt.

Schüler in Panik

Anfänglich löste er den Feueralarm aus, um Panik zu erzeugen. Geschützt mit einer Gasmaske zündete er Rauchbomben und eröffnete mit einem Gewehr vom Typ AR-15 auf fliehende Schüler und Lehrer das Feuer. Daraufhin verbarrikadierten sich Schüler im Schulgebäude und suchten Schutz unter Tischen und Bänken. Von da aus nahmen sie Kontakt via Handy mit ihren Eltern auf.

Einsatzkräfte der Polizei, ausgerüstet mit Helmen, kugelsicheren Westen und Schnellfeuerwaffen, umstellten die Schule und begannen mit der Evakuierung. In der Highschool werden mehr als 3000 Schüler von 129 Lehrern von der neunten bis zur zwölften Jahrgangsstufe unterrichtet. Der mutmaßliche Täter ließ sich etwa eine Stunde nach dem amoklauf in einem Nachbarort ohne Gegenwehr festnehmen.

Waffengesetz in den USA

Immer wieder berichtet die Presse über Amokläufe an Schulen in den Vereinigten Staaten.

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Seit den 60er Jahren gehört dieser Vorfall in Florida zum drittgrößten seiner Art. Nach solchen schrecklichen Taten wird immer wieder das Waffengesetz der USA hinterfragt. Für einen Jugendlichen ist es oft ist schwieriger an ein Bier zu kommen, als eine Waffe zu kaufen. Seit langem fordern die US-Demokraten eine Verschärfung des Waffengesetzes, um der Kriminalität Einhalt zu gebieten. Allein in diesem Jahr gab es in den USA etwa 19 Vorkommnisse an Schulen, in denen Schusswaffen involviert waren. Die US-Verfassung garantiert den freien Besitz von Waffen. Zur Änderung des Gesetzes fehlt den Demokraten im Kongress die Mehrheit. Die Bevölkerung der Vereinigten Staaten stellt etwa 4,4 Prozent der Weltbevölkerung, ihnen gehören aber 42 Prozent aller Waffen auf der Welt. Der US-Präsident Donald Trump, ein Befürworter für den freien Zugang zu Schusswaffen, teilte sein Bedauern mit. In einer Stellungnahme twitterte er: „Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Betroffenen“.