Schwerer Unfall auf der A3

Bei Limburg in Hessen im Bereich des Werschauer Lochs auf Höhe der Ortschaft Brechen kam es am Dienstagmorgen gegen 9.20 Uhr auf der #A3 zu einem tödlichen Unfall. Wie schon so oft passierte es wiedereinmal in einem Stau. Ein 40-Tonner krachte ins Stauende und schob einen Flixbus mit 14 Fahrgästen gegen einen 7,5-Tonner, der dann gegen einen weiteren Lastkraftwagen krachte. Zwei Menschen überlebten das Unglück nicht. Der Busfahrer, der auf dem Weg nach Köln war, und ein Lkw-Fahrer verstarben noch am Unfallort. Etwa zehn weitere Menschen wurden verletzt, offenbar aber nicht schwer. Teilweise konnten sie den Bus selbst verlassen.

Dennoch sind sie zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden. Die #Autobahn A3 wurde Richtung Köln zwischen Bad Camberg und Limburg-Süd gesperrt. Eine Umleitung wurde an der Anschlussstelle Bad Camberg eingerichtet. Gerade der Streckenabschnitt zwischen Limburg-Nord und Limburg-Süd nimmt viel innerstädtischen Verkehr auf.

Limburg berüchtigt für Unfälle

Die Umgebung um Limburg ist überregional für die häufigen Unfälle berüchtigt. Vor allem der Elzer Berg wird oft im Verkehrsfunk genannt. Auf dem Gefälle auf der A3 vom Niederwesterwald hinab in das Limbecker Becken bei Kilometer 100 in Richtung Frankfurt liegt ein markanter Unfallschwerpunkt. Nicht umsonst gilt dort Tempolimit 100 km/h, das von zwei stationären Geschwindigkeitsmessanlagen überwacht wird.

Ursachen der Unfälle mit Lastwagen

Unfälle mit Lastkraftwagen sind auf Deutschlands Straßen an der Tagesordnung.

Top Videos des Tages

Erst wenige Stunden zuvor konnte auf der A5 ein LKW-Fahrer nicht mehr rechtzeitig bremsen und schob zwei Autos unter einen anderen Lastwagen. Dabei kamen vier Menschen ums Leben. Immer wieder bilden vor allem Stauenden erhöhte Unfallrisiken. Da Personenkraftfahrzeuge weniger Masse als Lastkraftwagen besitzen, haben sie bei einem Aufprall eines Lastwagens viel geringere Chancen. Der Druck, der auf die PKWs wirkt, ist viel zu gewaltig.

Ein großer Risikofaktor der Unfälle ist der Mensch selbst. Gerade Lkw-Fahrer stehen oft unter Termindruck und fahren bei Übermüdung. Der Markt in der Transportbranche ist ein heiß umkämpftes Geschäft, bei dem es sich fast ausschließlich um Termine und Preise dreht. Dadurch werden Dispositionen oftmals extrem knapp kalkuliert, um die effiziente Arbeitszeit des Fahrers bestmöglich zu nutzen, die oft recht unrealistisch sind. Bei mehrtägigen Touren kommt die innere Uhr außer Takt und zur Einhaltung der vorgeschriebenen Ruhezeiten müssen die Fahrer nicht selten etliche Raststätten anfahren, bis sie endlich einen freien Stellplatz finden. Dies sind einige Faktoren, die zur Häufigkeit der Unfälle beitragen. #Unfall