Vergewaltigung in Bochum

Am Morgen des 18. Februar gegen 6:30 Uhr wurde eine 33-jährige Frau in Bochum auf dem Blumenfriedhof Opfer einer Vergewaltigung. Die Frau wurde von hinten angegriffen, zu Boden gerissen und skrupellos mehrfach vergewaltigt, nachdem sie sich ausziehen musste und sie gewürgt wurde. Diese Tat soll ein 30-jähriger Mann begangen haben, der der Polizei nicht unbekannt ist. Nach der Vernehmung des Opfers, konnte der Tatverdächtige schnell gefasst werden. Bei dem Mann handelt es sich um einen rückfälligen Sexualtäter.

Rückfälligkeiten von Sexualtätern

Die Polizei hüllte sich anfänglich in Schweigen zu dieser Tat und erteilte erst bei Nachfrage Auskunft.

Es wurde als Sachverhalt unter Verschluss, nur für den Dienstgebrauch abgelegt, um das Opfer zu schützen, wie es von Seiten der Polizei hieß. Der mutmaßliche Täter wurde zuvor schon wegen einem Sexualdelikt verurteilt und gilt als rückfällig. Deswegen kam er nach der Haftentlassung in ein Programm das eine Rückfälligkeit dieser Art verhindern sollte.

Wie soll man mit Sexualstraftätern verfahren? Die Mehrheit fordert sie für immer wegzuschließen. Die Bevölkerung ist wegen der Rückfallgefahr zu sehr beunruhigt. Trotz der Möglichkeit einer nachträglichen Sicherheitsverwahrung, arbeiten mehrere Bundesländer mit diversen Programmen, die sich für die Wiedereingliederung in die Gesellschaft von Straftätern stark machen.

Das "Kurs"-Programm

In Nordrhein-Westfalen heißt so ein Programm „Kurs“ und ist für Sexualstraftäter ausgelegt, die vorbestraft und vom Gericht unter Führungsaufsicht gestellt wurden.

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Das Programm greift gleich nach der Entlassung, da 50 Prozent der Rückfälligkeiten von Sexualstraftaten in den ersten sechs Monaten passieren. Beim „Kurs“-Programm wird individuell auf den Täter und die Straftat eingegangen, um auf das Täterprofil abgestimmte Präventionsmaßnahmen durchführen zu können.

Mit welcher Erfolgsquote kann man bei Anwendungen solcher Programme rechnen? Laut offiziellen Angaben lag die Rückfallquote bei 20 Prozent. Für die meisten sind das noch 20 Prozent zu viel. Selbst Straftäter mit angeordneter Sicherungsverwahrung, die eine Gefahr des Rückfalls darstellten, wurden entlassen, um in das „Kurs“-Programm aufgenommen zu werden. Das schürt Ängste in der Bevölkerung, und gerade nach solchen Vorfällen wie auf dem Bochumer Friedhof.