Was ist geschehen?

Es geschah am 16. Oktober 2016 in Freiburg im Breisgau, als von Hussein K. ein schweres Sexualverbrechen und ein Mord an Maria L. begangen wurden. Am Vorabend besuchte die 19-jährige Medizinstudentin eine Studentenfeier und blieb bis etwa 2:40 Uhr. Danach trat sie den Heimweg mit Fahrrad nach Hause ins Studentenwohnheim an. Auf dem Weg dorthin wurde sie von einem Unbekannten überwältigt, der sie vom Fahrrad zerrte und in eine Böschung zog, wo er die Frau vergewaltigte. Gegen 8:41 fand sie dann eine Joggerin tot auf. Die Todesursache war ertrinken, was darauf schließen ließ, dass das Opfer nach der #Vergewaltigung absichtlich so ins Wasser gelegt wurde, damit sie keine Überlebenschance habe.

Die Ermittlungen

Es wurde eine 40-köpfige Sonderkommission einberufen, um den Fall schnell aufzuklären. Nach der Auswertung von vielen Hinweisen und Vernehmungen konnte ein fast lückenloser Tatverlauf erstellt werden. DNA-Spuren wurden sichergestellt und in einem Gebüsch nahe des Tatortes wurde ein 18,5 cm langes Haar gefunden, das teilweise blond gefärbt war. Nun wurden die Überwachungsvideos der VAG Freiburg durchgesehen und es wurde eine tatverdächtige Person entdeckt, die zu diesem Zeitraum in der Nähe öffentliche Verkehrsmittel nutzte. Anfang Dezember 2017 wurde dieser Mann , der in das Täterprofil passte, gefunden. Die beim Opfer sichergestellte DNA-Probe war mit seiner DNA identisch.

Das Urteil

Der Täter ist gebürtiger Afghane und kam als Flüchtling 2013 nach Griechenland.

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Nach versuchten Totschlages wurde er in Griechenland zu einer Jugendhaftstrafe verurteilt. Sein Asylantrag wurde von den Behörden abgelehnt. Über Österreich kam er dann illegal nach Deutschland, wo er, ohne sich ausweisen zu können, einen Asylantrag stellte. Während er in Griechenland angab 1996 geboren zu sein, gab er in Deutschland an, dass sein Geburtsjahr 1999 sei. Bei einem medizinischen Altersgutachten stellte sich heraus, dass der Täter zur Tatzeit etwa 22 Jahre alt war. Da das Altersgutachten noch Zweifel einräumte, war nun die Frage, ob die Anklage nach Jugendstrafrecht oder nach Erwachsenenstrafrecht verhandelt werden soll. Eine erneute Untersuchung anhand eines Zahnes des Täters schätzte sein Alter nun auf 25 Jahre.

Der Prozess wurde international beobachtet, da viele gespannt waren nach welchem #Strafrecht der Täter verurteilt werden würde. Während der Untersuchungshaft unternahm er drei Suizidversuche. Damit wollte er offensichtlich die Karte als „unzurechnungsfähig“ ausspielen.

Doch ein psychiatrisches Gutachten gab keinen Grund zur Unterbrechung der Verhandlung oder ihn gar unzurechnungsfähig zu sprechen.

Das Landgericht Freiburg verhängte nun nach monatelangen Verhandlungen die Höchststrafe nach Erwachsenenstrafrecht, eine lebenslange Freiheitsstrafe und einer Anordnung zur Sicherungsverwahrung unter Vorbehalt. Somit fiel die Tat nun doch nicht unter das Jugendstrafrecht, wie es anfänglich die Klage vorsah. Es wurde eine besondere Schwere der Schuld festgestellt. #Hussein K.