Manche Leute haben ja schon so eine Krankenhausphobie. Wenn dann auch noch "kleine" Ungereimtheiten passieren, ist es nicht gerade förderlich. In dem Fall einer 83-jährigen Dame, die wegen Atemnotschwierigkeiten in das Krankenhaus von Würselen eingewiesen worden war, hätte wohl jeder Phobiker seinen perfekten Horror gefunden.

Der Sohn der Patientin beschreibt die Situation, die der älteren Dame passiert sein soll. Laut diesem ist die Dame am Morgen in das Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem sie über schwere Atemnot klagte. Das Altenheim hatte den Sohn daraufhin informiert und dieser fuhr sofort in das Krankenhaus. Dort angekommen schien erst einmal alles normal.

Die gute Frau hing an einer Infusion und sollte nur noch Blut abgenommen bekommen. Danach sollte sie auf ein Zimmer gebracht werden. Also ging der Sohn zufrieden nach Hause und lies die Dame im Krankenhaus mit dem Glauben, alles sei in Ordnung. Am Abend kehrte der Sohn wieder zurück, um nach seiner Mutter zu schauen. Er stellte aber mit Erschrecken fest, dass diese immer noch hinter einer verschlossenen Tür der Notaufnahme lag. Der Sohn vermutet nun, dass das Personal die Patientin schlichtweg vergessen hat.

Die Patientin musste sich während der Zeit mit Snacks und Getränken aus einem Automaten über Wasser halten. Ihr Zustand wurde hierbei sogar noch schlechter, als am Morgen. Der Sohn beschreibt dies so: "Sie war nicht ansprechbar, betete ganz leise murmelnd vor sich her. Erst nachdem ich auf ihren Zustand aufmerksam gemacht habe und darauf, dass sie schon seit Stunden da liegt, wurde sie auf ein Zimmer verlegt."

Laut Anfrage der "Bild" meldete das Krankenhaus, dass dieses aufgrund der Grippewelle 15 % mehr Auslastung habe.

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Ob dies nun ein Eingeständnis ist, die Patientin "vergessen" zu haben, kann jeder für sich beurteilen. Dass das nicht geht, ist, denke ich, jedem klar.

Dies ist wieder ein kleiner Beweis, dass die akute Personalnot in den Kliniken immer wieder solche Fälle produziert. Nicht auszudenken, wenn die Frau aufgrund des Vorfalles verstorben wäre. Leider gibt es immer wieder solche kleine "Unfälle". Es gibt allerdings auch erste Bemühungen, die Personalnot in den Griff zu kriegen. Dies geschieht nicht von heute auf morgen. Aber der öffentliche Druck und Diskussion tragen Ihren Teil dazu bei, dass es schrittweise in den Krankenhäusern besser wird. Bleibt nur zu hoffen, dass solche "Unfälle" bis dahin die Ausnahme bleiben. Der Dame wünscht Blastingnews auf jeden Fall gute Besserung.