Unfall eines Zirkusfahrzeuges

Sicherlich war es ein ungewöhnliches Bild, als eine Horde von freilaufenden Elefanten den Autofahren auf der spanischen Autobahn A30, Kolometer 22, in Richtung Murcia entgegenkamen. Befanden sie sich doch in Spanien, wo diese riesigen Tiere nicht heimisch sind. Grund dafür war allerdings ein Autounfall, der sich am Montag um 14.24 Uhr auf der Höhe von Pozo Cañada in Albacete ereignete. Bei einem Überholmanöver eines mit Elefanten beladenden Zirkuswagens mit einem Sonderfahrzeug, der mit sehr niedriger Geschwindigkeit fuhr, kippte der Zirkustransporter beim Wechsel auf die rechte Spur um. Alles soll bei diesem Manöver korrekt abgelaufen seien.

Warum es trotzdem zum Unfall kam, wird laut der Generaldirektion für Verkehr (Dirección General de Tráfico) durch die ungleichmäßig verteilte Fracht aufgrund der Bewegungen der Tiere vermutet.

Elefanten bei Unfall verletzt und getötet

Für zweieinhalb Stunden wurde die Straße gesperrt und der Verkehr wurde auf die N-301 umgeleitet. Es kam zu große Verkehrsverzögerungen. Trotz des Stresses durch den Unfall und der Anwesenheit vieler Schaulustiger, blieben die Dickhäuter relativ ruhig. Bei diesem Unfall wurden laut Aussage des Gemeindeamtes zwei Tiere verletzt, die mit einem Kran geborgen werden mussten, und eines ist gestorben. Der Fahrer des Zirkustransporters hat keinen Schaden erlitten. Der Zirkus-Verband (Asociación de Circos Reunidos) gab in einer Erklärung bekannt, dass für diesen Transport alle Vorschriften erfüllt worden seien, der Transfer eine Genehmigung hatte und auch der LKW für den Transport der Dickhäuter zugelassen war.

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Bis sich ein neues Transportmittel fand, wurden die Elefanten durch einen Tierbändiger ruhig gehalten.

Reaktionen auf den Unfall

Auf den Fotos und Videos, die in den sozialen Netzwerken hochgeladen wurden, befinden sich mindestens fünf Elefanten , einige von ihnen mit Wunden und Blutspuren. Viele Gaffer wollten sich das grausame Spektakel nicht entgehen lassen und verließen ihre Autos, um Fotos aus nächster Nähe zu schießen. Danach begann eine erneute Diskussion über die Ausbeutung von Tieren durch Zirkusse. Bisher gibt es einige Länder, in denen die Haltung von Wildtieren in Zirkusse verboten sind. Auch wurde öffentlich viel gegen den Fahrer gewettert. Dazu erklärte der Zirkus-Verband, dass er doppelt geschädigt sei. Zu einem durch den Unfall selbst und da er ein wahrhaftiger Tierfreund sei.