Skandal in Deutschland um Daten bei Facebook

Der Datenskandal von Facebook ist noch nicht vom Tisch und dreht noch immer seine Runden. Statt dass sich die Wogen glätten, schlagen die Wellen in Deutschland immer höher. Nun ist auch sicher, dass bis zu 309.880 deutsche Nutzer direkt betroffen sein sollen. Obwohl nur 65 Facebook-Nutzer in Deutschland die umstrittene App heruntergeladen haben, wurden eventuell auch Daten der Kontakte ohne deren Wissen weitergeleitet. Das ist der Grund warum die hohe Zahl der potenziellen Geschädigten zu erklären ist. Alleine diese Tatsache zeigt, welche große Wirken eine kleine Aktion, egal welcher Art, bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken hervorrufen kann.

Wegen des Missbrauchs von Daten steht Facebook seit einigen Wochen in aller Öffentlichkeit und schaffte Misstrauen. Durch das Herunterladen einer Applikation über Facebook kam es auf den Zugriff von persönlichen Nutzer-Daten und auf die Daten derer Kontakte. Insgesamt sind etwa 87 Millionen Facebook-Nutzer von diesem Skandal betroffen. Die App für einen Persönlichkeitstest wurde von der Firma für Datenanalysen Cambridge Analytica auf Facebook gestellt. Es wird davon ausgegangen, dass die genutzten Daten der Geschädigten unter anderem der Beeinflussung des US-Wahlkampf im Jahr 2016 zu Gunsten Donald Trump dienten.

Bundesjustizministerin zur Situation

Bei einem Treffen zwischen Facebook und der Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) wurde zugesichert, dass die in Deutschland betroffenen Personen informiert werden sollen.

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Barley hofft auf die Einhaltung dieses Versprechens und äußert Bedenken bei der Transparenz dieses Netzwerkes. Ihre Kritik geht auch dahin, dass ethische Überzeugungen Opfer kommerzieller Interessen werden. Sie erwartet eine eindeutige Regelung der Handhabung von Online-Netzwerken in Europa. Ab Mai tritt die neue EU-Datenverordnung in Kraft, bei deren Verstoß hohe Bußgelder fällig werden. Trotz alledem wird gefordert, dass Facebook die Funktionsweisen seiner Algorithmen gegenüber Behörden transparent gestaltet.

Soziale Netzwerke

Viele soziale Netzwerke können leicht missbraucht werden, um die persönlichen Daten der Nutzer für Werbung oder auch anderseits zu nutzen. Über diese Netzwerke können angemeldete Nutzer miteinander kommunizieren und Informationen ausgetauscht werden. Bekannte Anbieter sind Twitter, Facebook, LinkedIn, Xing oder Instagram, um nur einige zu nennen. Typisch dabei ist es, ein persönliches Profil mit seinen Daten zu erstellen. Es kann privat aber auch kommerziell genutzt werden. Es gibt soziale Netzwerke, die sich entweder durch Mitgliederbeiträge, Werbung oder anderer Leistungen finanzieren. Oft ergeben sich Kombinationen aus diesen Finanzierungsmöglichkeiten.