Vor 10 Jahren flog ein unglaublicher Skandal auf

Viele erinnern sich noch an die Nachrichten über das unglaubliche Verbrechen des damals 73-jährigen Josef Fritzl, der seine Tochter im Keller seines Hauses in Amstetten in Österreich als Sklavin hielt. Mit ihr zeugte er sieben Kinder, von dem eines kurz nach der Geburt starb. Drei von ihnen wurden von Fritzl als Pflegekinder adoptiert und die anderen drei Kinder lebten von der Geburt an in der Kellerwohnung. Dies alles flog heute vor 10 Jahren auf und sorgte nach Bekanntgabe von Details für eine Lawine der Empörung. Von 1984 bis 2008, also rund 24 Jahre lang, hielt er seine Tochter abgeschottet von der Außenwelt in einer unterirdischen Kellerwohnung gefangen, wo er sie vergewaltigte und missbrauchte.

Wenn er von seinem Umfeld nach der Tochter gefragt wurde, antwortete er, dass sie in eine Sekte geflohen sei und die adoptierten Kinder vor der Haustür ausgesetzt habe.

Wie alles ans Tageslicht kam

Aufgefallen ist die Tat, als Josef Fritzl eines der Kinder, das zu jenem Zeitpunkt schon 19 Jahre alt war, wegen einer lebensbedrohlichen Krankheit ins Krankenhaus brachte und die Ärzte dort die Identität feststellen wollten. Wegen Ungereimtheiten und Verstrickungen in Widersprüchen informierte das Krankenhaus die Behörden, worauf ein öffentlicher Suchaufruf nach der Mutter der Kranken gestartet wurde. Diesen Suchaufruf sah das Opfer im Fernseher in im Kellerverlies und bedrängte den Täter, sie ins Krankenhaus zu ihrer Tochter zu lassen. Daraufhin ließ der Täter die übrigen Opfer frei.

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Nach einer Befragung des Opfers durch die Polizei kamen Einzelheiten ans Tageslicht. Der Täter wurde rechtskräftig zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Was ist aus dem Opfer geworden?

Der Polizist Gschöpf erinnert sich, dass sie auf keinem Fall ein „Zombie“ gewesen sei, wie es sich vielleicht viele in dieser Situation vorstellen, sondern eine „starke und gefestigte Frau“, die sehr auf ihre Kinder fixiert gewesen sei. Und das bei einem Leben in einer fensterlosen Wohnung mit nur 170 Zentimetern Deckenhöhe. Spaziergänge im Park nach der Befreiung waren für drei Kindern der erste Kontakt mit der Natur. Die Behörden haben versucht dem Opfer und ihren sechs Kindern nach dem Martyrium einen Neuanfang zu ermöglichen. Ausgestattet mit einer neuen Identität lebt sie nun in einem Haus mit großen Fenstern und ohne Keller. Das Anwesen ist mit Zäunen und Überwachungskameras ausgestattet. Laut der „Sun“ sollen die Kinder mittlerweile arbeiten oder zur Schule gehen. Auch soll die nun 52-Jährige geheiratet haben und glücklich sein.