Die jungen Vampire unserer Gesellschaft

Düstere Gestalten, schwarze Klamotten stark geschminkt und anmutig wie Vampire, so erkennen wir meisten Anhänger der Gothic-Kultur, die sich Anfang der 1980er Jahren aus der Szene des Punks und New-Waves herauskristallisierte. Dieser Subkultur gehören, unabhängig der Gesellschaftsschicht, überwiegend Jugendliche an und sie setzt sich aus verschiedenen Splitterkulturen zusammen. Auch als Schwarze Szene bekannt, liegt ihre Faszination in der Ästhetik des Todes und der Vergänglichkeit. Teilweise werden Anhänger der Szene als Goths oder Gruftis bezeichnet. Ein oft genutzter Rückzugsort ist der Friedhof. Vielleicht geistert deswegen der Irrglaube herum, dass es sich bei dieser Jugendszene um Satanisten handele.

Dases Grücht ist vor allem der Presse zu verdanken. Es ist auf keinem Fall notwendig den christlichen Glauben abzulehnen, um Teil der Szene zu werden.

Die schwarze Kultur

Nach dem ersten Hoch der Punkbewegung fingen viele an, mit der Musik des Post-Punk zu experimentieren. Es wurde ein langsamerer basslastiger Sound gespielt, der oftmals durch eine tiefe Stimme begleitet wurde. Die Texte waren nicht mehr so banal, kampfansagend, politisch oder feierlich wie beim Punk, sondern eher nachdenklich oder lyrisch. Die Szene ist recht friedfertig und passiv. Von der Mode her ist das Spektrum sehr breit gefächert. Meistens mit Hang zum Schwarzen und extravagant gibt es die unterschiedlichsten Stilrichtungen. Bei den Düften war schon immer Patschuli der absolute Klassiker. Ob als Öl, Parfüm oder als Cremes, darf es bei keinem aus der Schwarzen Szene fehlen.

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Die Gothic-Kultur hat selbst vor der Kunst keinen Halt gemacht und sie in der Literatur, der Malerei, dem Film und der Fotografie beeinflusst. Zu nennen sind Künstler wie die Fotografen Felix Flaucher und Anni Bertram oder die Zeichner Natalie Shau und Gerald Brom.

Die Philosophie und Weltanschauung

Eine einheitliche Philosophie oder Weltanschauung gibt es nicht. Jeder als Individuum hat seine eigene Meinung zu politischen, religiösen oder anderen Themen. Stilistisch wohnen sie gerne in dunklen Räumen, die gerne auch mal mit Stoffen abgehängt werden. Als Wohnaccessoires werden oft friedhofstypische Gegenstände oder Dekorationen des Viktorianischen Zeitalters verwendet. Totenschädel oder Spinnen sind viel verwendete Gestaltungselemente. In der heutigen Zeit gibt es eine Reihe von Splittergruppen mit eigenen Musikstilen. Viele externe Einflüsse fanden ihren Weg in die Szene und hat sie auch bereichert.