Hundeattacke endete tötlich

Die Attacke eines Staffordshire Terrier hatte offensichtlich in der Nacht zu Mittwoch in Hannover, im Stadtteil Groß-Buchholz, den Tod einer 52-jährigen Frau und deren 27 Jahre alten Sohnes zur Folge. Die 25 Jahre alte Tochter der Frau hatte die Polizei alarmiert, nachdem sie ihre Familie telefonisch nicht erreichen konnte und zur Wohnung fuhr, wo sie durch das Fenster die blutüberströmten Körper entdeckte. Polizei und Feuerwehr wurden vor dem Betreten der Wohnung wegen des Hundes, der sich in der Wohnung befand, von der Tochter gewarnt. Nachdem die Rettungsdienst die Wohnungstür aufbrachen, fingen sie den Hund mit einer Schlinge.

Die ersten Untersuchungen des Rechtsmediziners vor Ort ergaben, dass die Opfer vom Hund getötet wurden. Eine Obduktion durch die Rechtsmediziner soll die Ursache die Todesursache abschließend genau klären. Wie es zu diesem Unglück kam, konnte nicht beantwortet werden. Der Hund befindet sich im Tierheim und wird eventuell eingeschläfert werden.

Sachkunde-Nachweis für Hundebesitzer

Seit einigen Jahren muss in Niedersachsen, für die Neuanschaffung eines Tieres, ein Hundeführerschein abgelegt werden. Dieser Sachkunde-Nachweis besteht aus einem theoretischen Teil vor der Anschaffung eines Hundes und einem praktischen Teil im ersten Haltungsjahr. Dadurch soll eine sachgerechte Haltung und Erziehung des Tieres gewährleistet werden, um Hundeattacken zu reduzieren. Bisher haben 52.288 Hundehalter diese Sachkundeprüfung absolviert.

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Die Durchfallquote liegt bei sechs Prozent.

Aus der Sicht einer Forscherin der Tierärztlichen Hochschule Hannover sind allerdings tödliche Hundeangriffe sehr selten. Hunde zeigen Aggressivität wenn bei ihrer Erziehung viel Druck und Gewalt angewendet wird. In Niedersachsen wurden im Melderegister 348.504 Hunde erfasst, von denen 460 Tiere (etwa 0,1 Prozent) als gefährlich eingestuft wurden. Für solche Hunde gibt es diverse Auflagen, wie zum Beispiel Leinenzwang und das Tragen eines Maulkorbes.

Statistiken

In Deutschland kommt es laut einer Schätzung zwischen 30.000 und 50.000 Bissverletzungen pro Jahr. Da Bisswunden keiner Meldepflicht unterliegen, können auf keine genauen Statistiken zurückgegriffen werden. Die meisten Gebissenen sind Kinder zwischen sechs und 17 Jahren. Etwa 90 Prozent der Opfer kennen den Hund. Zu den meisten Beißern gehören Schäferhunde, Bullterrier und Rottweiler. Sterbefälle durch Hundebisse gibt es in Deutschland zwischen 0 und 8 pro Jahr.