Der Skandal um den Datenmissbrauch von #Facebook ist noch nicht vom Tisch und zieht noch immer seine Runden. Nun hat sich Mark Elliot Zuckerberg, der 33-jährige Gründer und Vorstandsvorsitzende des Unternehmens Facebook, am Dienstag einer ersten Anhörung vor dem US-#Senat hinter verschlossenen Türen gestellt. Reumütig gestand er Fehler ein und entschuldigte sich dafür in einer Sitzung mit den Senatsausschüssen für Justiz und Handel. Dabei ist es für ihn klar, dass er sich als Chef der Verantwortung für diesen Skandal zu stellen hat. Statt wie üblich mit Jeans und T-Shirt, trat er formell mit Anzug und Krawatte auf, ist ihm doch der Ernst der Lage bewusst.

Bei der Befragung wich #Zuckerberg öfters aus und blieb dem Senat Antworten schuldig, da er Daten oder Informationen nicht zur Hand hatte. Diese wolle er aber nachreichen. An konkreten Antworten oder Zusagen mangelte es reichlich. Seit Bekanntgabe des Daten-Skandals des internationalen Netzwerks Facebook werden Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit laut. Nun möchten viele den sozialen Medien die Daumenschrauben anziehen und pochen auf mehr Transparenz und Regulierungen. Facebook sitzt hierbei zwischen zwei Stühlen. Zum einem gibt es die Nutzer und Konsumenten von Werbung, die sich geschützt wissen wollen und zum anderen wird Facebook durch Werbung finanziert. Dafür müssen Daten gesammelt und ausgewertet werden, um die Zielpersonen ansprechen zu können. Zu spüren bekam Facebook die Skepsis der Nutzer bei weltweiten öffentlichen Aufrufen zur Löschung ihrer Accounts.

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Auch brach der Aktienkurs nach Bekanntgabe des Datenmissbrauchs empfindlich ein.

Zukünftige Änderungen bei Facebook

Zukünftig sollen einige Änderungen greifen, wie zum Beispiel die Überprüfung und Untersuchung alles Apps, die Zugriffe auf Nutzerdaten haben. Auch sollen nicht mehr all zu viele Daten der Facebook-Nutzer bei diesen Applikationen übermittelt, sondern eingeschränkt werden. Zusätzliche Kontrolleure sollen Inhalte auf Facebook überprüfen, hat doch eine Applikation des britischen Unternehmens für Datenanalyse „Cambridge Analytica“ vor mehr als vier Jahren Daten von Facebook-Anwendern unrechtmäßig genutzt. Nicht nur die Daten der registrierten Personen für die Umfrage-App wurden missbraucht, sondern auch die Daten ihrer Freunde. Weltweit sind etwa 87 Millionen Menschen betroffen, deren Informationen unwissentlich gesammelt und verwendet worden sind. Die Daten sollen auch für den Wahlkampf des US-Präsidenten Donald Trump zur Anwendung gekommen sein.