In einer Menschheit, die immer näher zusammenrückt und religiöse Fragen aufeinanderprallen, ist es zwingend zu verstehen, dass wir gar keine andere Chance haben, als uns in unserer von Gott gegebenen Unterschiedlichkeit zu dulden. Als Freikirche Deutschland sind wir natürlich felsenfest davon überzeugt, dass unser biblischer Glaube, der einzig richtige ist. Alles andere wäre auch unsinnig, wozu gibt es eine Kirche sonst? Aber das darf uns nicht daran hindern, wie Jesus dem Fremden mit Wohlwollen zu begegnen. Auf der Nase herumtanzen lassen wir uns selbstverständlich nicht. Doch man muss hinnehmen, dass andere Menschen anders glauben, oder sogar gar nichts glauben.

Das Eigene lieben, um das Fremde lieben zu können

Menschen, die mit sich selbst und ihrem Glauben im Reinen sind, stehen auf festem Grund und haben die Kraft sowie das Selbstbewusstsein, Andersgläubigen friedvoll und neugierig gegenüberzutreten, ohne den Stolz auf das Eigene einzubüßen. Deshalb sind tiefgläubige Menschen manchmal offener als oberflächlich aufgeheizte Ideologen. Europa erlebt seit 2015 eine nicht ganz unproblematische Massenzuwanderung aus muslimischen Kulturen. Diese Menschen sind meist sattelfest im Glauben. Wie soll eine akzeptierende Integration gelingen, wenn die aufnehmende Gesellschaft sich ihres eigenen Glaubens nicht mehr gewiss ist? Kann das gut gehen?

Die Blöckflötenidee

Die umstrittene Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dies bei allen ihren Fehlern durchaus erkannt - und wurde dafür ausgelacht.

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Zugestanden, Frau Bundeskanzler hat sich einmal mehr sprachlich unmöglich gemacht. Aber sie hatte im Kern Recht, als sie sagte, man sollte doch einfach mal seine Blockflöte auspacken und sich erinnern, christliche Lieder zu spielen. Ihr Beispiel war natürlich mehr als unglücklich gewählt, aber sich wieder mehr auf das Eigene zu besinnen, das ist absolut richtig und wichtig.

Felsenfest im Inneren

Das neue Testament der Bibel unterweist uns an vielen Stellen in solcherlei Hinsicht. Wer es liest und annimmt, wird manches "Wunder" erfahren. Man sollte den Reflex ablegen, es allen irgendwie recht zu machen. Stattdessen in jenem Glauben Halt finden, der Europa seit 1700 Jahren dominiert. Um Christ zu sein, muss man in keiner Amtskirche sein, keine Kirchensteuer bezahlen. Es genügt vollkommen, getauft zu sein. Christ ist, wer getauft ist. Und wer nicht mehr glaubt, der ist eben kein Christ mehr. Mit der Kirchensteuer hat das alles nichts zu tun. Als Freikirche wissen wir nur allzu gut, wie unschön die Situation diesbezüglich in Deutschland ist.

#Kevin Frank, Global Missionary Center Boston für die Freikirche Deutschland