Die Entwicklung der deutschen Sprache

Deutsch ist eine lebendige Sprache, die sich stets weiterentwickelt. Ihren Ursprung hat sie in der westgermanischen Sprache. Das Hochdeutsch, wie wir es heute kennen, entwickelte sich ungefähr ab dem Jahr 750 bis heute in vier Sprachstufen. Zuerst gab es das Althochdeutsch, woraus sich das Mittelhochdeutsch entwickelte. Danach wurde daraus das Frühneuhochdeutsch und danach wurde es vom Neuhochdeutsch abgelöst. Da in Deutschland viele verschiedene Dialekte gesprochen wurde und es auch keine einheitliche Schreibweise gab, wurde ein über die Dialekte geordnetes allgemeines Standarddeutsch gesucht. Im Endeffekt hat sich das Deutsch, das Martin Luther in der Bibelübersetzung von 1522 verwendete, durchgesetzt.

Der hochdeutschen Ortographie wurde im 19. Jahrhundert nach und nach genormt. Zur einheitlichen Rechtschreibung in ganz Deutschland wurde dann das „Orthographische Wörterbuch der deutschen Sprache“ von Konrad Duden aus dem Jahr 1880 zugrunde gelegt, das bis jetzt immer aktualisiert seine Gültigkeit behielt.

Die Deutsche Sprache heute

Die Anzahl der deutschen Muttersprachler wird zwischen 90 bis 100 Millionen weltweit geschätzt. Deutsch wird in Deutschland, Österreich, der Deutschschweiz, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien, Südtirol (Italien), dem Elsass und Lothringen (Frankreich) sowie Nordschleswig (Dänemark) gesprochen. In einigen Ländern ist sie eine Minderheitensprache wie zum Beispiel in Rumänien, Namibia und Südafrika. Linguisten fanden 2013 heraus, dass es in der deutschen Sprache 5,3 Millionen Wörter gibt.

Fakten der deutschen Sprache

Es gibt keine Vereinheitlichung für das „s“ bei zusammengesetzten Substantiven. So heißt es „Rindfleisch“ aber auch mit dem Verbindungs-“s“ „Rindsleder“ oder „Schafherde“ aber auch „Schafskäse“. Jedes Wort muss daher gelernt werden, da es sich keiner Regel unterzieht.

Der überflüssigste Buchstabe der deutschen Sprache ist das Ypsilon. Es könnte durch andere Buchstaben ersetzt werden. So könnte das Wort „Yacht“ auch „Jacht“ oder „Sylt“ wie „Sült“ geschrieben werden.

„Homografen“ sind Wörter, die bei gleicher Schreibweise verschiedene Bedeutungen haben. Beispiele dafür sind:„Beinhaltung“. Es kann Bein-Haltung oder Be-Inhaltung bedeuten. „Wachstube“ kann Wach-Stube oder Wachs-Tube bedeuten, „Staubecken“. Es kann Stau-Becken oder Staub-Ecken bedeuten.

Es ist schwierig das deutsche Wort „doch“ mit einem einzigen festgelegten Wort in verschiedenen Sprachen zu übersetzen. Es gibt dafür keine einheitliche Übersetzung wie zum Beispiel im Englischen oder Spanischen.

Für einige Wörter gibt es keinen hochdeutschen Begriff und sie variieren von Region zu Region. So gibt es mindestens 350 unterschiedliche regionale Begriffe für das Anfangs- und Endstück eines Brotlaibs. Ähnlich verhält es sich mit dem Reststücks eines gegessenen Apfels.