Der Beginn des Ramadan steht vor der Tür

In aller Welt beginnt für die gläubigen Muslime diese Woche der Fastenmonat Ramadan. In diesem Monat ist tagsüber das Essen, Trinken, Geschlechtsverkehr und Rauchen untersagt. Der Ramadan ist nicht nur eine reine Fastenzeit, sondern gilt auch als Zeit der Einkehr und Besinnung. Heute Abend wird mit einem Gebet diese Zeit für die Gläubigen eingeläutet. Am Mittwoch ab Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wird dann einen Monat lang enthaltsam gelebt. Abends wird dafür dann im Familienrahmen groß aufgetafelt.

Religiöses Fasten nicht nur im Islam

Religiöses Fasten ist ein fester Bestandteil vieler Religionen.

Dabei steht neben dem Fasten parallel die Spiritualität. Moses fastete auf dem Berg Sinai 40 Tage, bevor er das Wort Gottes empfing, Jesus zog sich 40 Tage lang zum Fasten in die Wüste zurück und Mohammed fastete, bevor ihm der Koran offenbart wurde.

Im Islam wird im Ramadan gefastet, im Buddhismus wird ein gesunder Mittelweg der Alimentation gelehrt, wobei wenig Essen der Meditation hilft. Buddhistische Mönche und Nonnen nehmen daher nach zwölf Uhr keine Nahrung zu sich. Daneben gibt es weitere monatliche Fastentage. Das Judentum kennt Jom Kippur, als großer Versöhnungs- und Fastentag, an dem weder gegessen, getrunken oder geraucht werden darf. Darüber hinaus hat das Judentum fünf weitere Fastentage, an denen an Ereignisse der jüdischen Geschichte gedacht wird. Im Christentum dauert die Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern.

Hintergründe zum Fastenmonat Ramadan

Der Fastenmonat Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders. In diesem Monat wurde nach Auffassung der Gläubigen der Koran herabgesandt. Dies wird im Koran in der Sure 2, Vers 185 und in der Sure 185 verdeutlicht.

Zum Fasten ist jeder Muslim verpflichtet, der in vollem Besitz seiner geistigen Kräfte, volljährig, und körperlich dazu in der Lage ist. Neben der Alimentation sind auch moralische Verhaltensweisen für diesen Monat, wie zum Beispiel üble Nachreden, Beleidigungen, Lügen oder Verleumdungen, geregelt. In einigen islamischen Staaten ist die Einhaltung dieser Vorschriften eine Zwangsmaßnahme. Da Zuwiderhandeln kann dann bestraft werden. Ausgenommen vom Fasten sind Kranke, Reisende, Schwangere, Stillende und Kinder. Kranke, Schwangere und Stillende müssen die fehlenden Fastentage zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Dasselbe gilt auch für Frauen während ihrer Menstruation und während des Wochenbettes.