Der Wein

Wein ist ein alkoholisches Getränk und Genussmittel, das aus dem vergorenen Traubensaft der Weinrebe gewonnen wird. Wichtig für die Weinherstellung ist die Lagerung und der Reifeprozess. Schon seit Jahrtausenden wird Weinanbau betrieben und zählt zu den ältesten Kulturgütern der Menschheit. Neben dem sozialen Leben fand der Wein vor allem einen Platz in religiösen Riten.

Weinanbau

Beim Weinanbau muss vor allem auf die Bodenbeschaffenheit und das Klima geachtet werden. Es hat sich mit der Zeit ein Zusammenspiel zwischen Rebsorten und Bodentypen ergeben. Weltweit wurden im Jahr 2016 rund 259,5 Millionen Hektoliter Wein produziert.

Unter den drei größten Produzenten befinden sich Italien, Frankreich und Spanien. Deutschland schaffte es auf den zehnten Platz.

Irrtümer

In der komplexen Welt des Weines gibt es einige wenige Kenner und sehr viel mehr Personen, die einfach nur dazugehören wollen und sich mit ihren scheinbaren Kenntnissen und albernen Getue zum Clown machen. Viele Irrtümer herrschen beim Thema Wein vor. Hier nun einige der größten Irrtümer rund um den Wein:

Je Älter, umso besser

Je länger ein Wein reift, umso kostenintensiver wird er. Das ist eine reine ökonomische Rechnung und hat letztendlich nichts mit der Qualität des Weines zu tun. Bei der Fasslagerung werden durch das Holz wichtige Eigenschaften für den Wein freigesetzt, allerdings ist es nicht unbedingt die Priorität bei der Weinherstellung. Es ist nur eines von vielen Faktoren.

Holz hat aber auch die negative Eigenschaft, die Frische eines Weines zu entziehen. Das Holz verlängert vor allem das Lebens des Weines. Es bringt nichts, über Jahrzehnte Weine im Keller zu lagern. Schlimmstenfalls kann der Wein nach dem entkorken als Essig oder Kochwein genutzt werden.

Wird Qualität erwartet, kommt es eher auf den Jahrgang eines Weines an. Dabei spielen unter anderem die Sonntage und das Klima in jenem Jahr eine große Rolle. Es gibt gute und schlechte Weinjahre.

Wenn die Weinflasche keinen Korken hat, ist es kein guter Wein

Noch immer ist der Irrtum im Umlauf, dass Weine die keinen Korkverschluss haben, niederwertige Weine sind. Kunststoff- oder Schraubverschluss muss kein Indiz für einen zweitklassigen Wein sein.

Am Korken kann die Qualität gerochen werden

In vielen Restaurants lässt der Kellner den Korken der Weinflasche auf dem Tisch liegen, für den Fall, dass die Gäste ihn riechen möchten. Was möchte der Gast riechen? Die Qualität des Weines kann nicht erschnüffelt werden.

Das einzig Ersichtliche daran ist, dass der Korken noch vollständig ist und keine Korkreste im Wein schwimmen.

Rotwein ist für Fleisch und Weißwein für Fisch

Das ist ein weiterer Irrtum, der nicht immer zutrifft. Obwohl Rotwein mit stärkeren Fleischgerichten und Weißwein mit geschmacklich weicheren Fischgerichten besser schmeckt, kann diese Regel je nach Art des Weines und des Gerichts gebrochen werden. Es gibt geschmacklich starke Fischgerichte, zu denen auch ein Rotwein gut schmeckt. Genauso verhält es sich mit zarten Fleischgerichten. Beides muss nur geschmacklich abgestimmt sein.