Tragisches Zugunglück

Nahe des Bahnhofs in Aichach (Schwaben) ist am Montagabend gegen 21.20 Uhr ein fahrender Personenzug mit einem stehenden Güterzug kollidiert. Dabei kam es zu einem Frontalzusammenstoß, wobei allerdings beide Züge nicht entgleisten. Unbekannt ist noch, warum der fahrende Zug nicht auf das Nachbargleis geleitet wurde. Die Bahn arbeitet eng mit den Behörden zusammen, um die Ursache auf den Grund zu gehen. Bei diesem Unfall kamen zwei Menschen, der 37-jährige Lokführer des Personenzuges und ein 73-jähriger weiblicher Fahrgast, ums Leben und 14 wurden verletzt. Während elf Passagiere leicht verletzt wurden, gab es zwei mittelschwer-verletzte Passagiere und einen schwer verletzten Fahrgast.

Insgesamt befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls 20 Menschen im Regionalzug, der auf dem Weg von Augsburg in Richtung Ingolstadt war. Der Lokführer des Güterzuges blieb von schweren Verletzungen verschont. Der Rettungs- und Bergungseinsatz mit etwa 170 Einsatzkräften dauerte bis in die Nacht an und die Bahnstrecke zwischen Ingolstadt und Augsburg blieb gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Die verletzten Personen wurden in den Kliniken von Friedberg und Aichach teilweise mit dem Hubschrauber gebracht und dort behandelt.

Menschliches Versagen?

Da von einem menschlichen Versagen ausgegangen wird, wurde der 24-jährige Fahrdienstleiter, der für diese Strecke verantwortlich war, vorläufig festgenommen. Am Dienstag gab das Polizeipräsidium Schwaben Nord in August bekannt, dass gegen den Mann wegen fahrlässiger Tötung ermittelt wird.

Zugunglücke

In Bayern war es an diesem Montag zu zwei Unfällen mit der Bahn gekommen. Bei einem Zugunglück zuvor erfasste ein Regionalzug an einem unbeschränkten Bahnübergang ein Auto, bei dem ebenfalls zwei Menschen ihr Leben verloren. Das Auto wurde nach dem Zusammenstoß mehrere Hundert Meter mitgeschleift. Einer der etwa 60 Passagiere des Zuges wurde verletzt.

Seitdem es den Schienenverkehr gibt, kommt es auch immer wieder zu Unfällen mit Todesopfern und Verletzten, obwohl es zu einer der sichersten Reisemöglichkeiten zählt. Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich. Früher bei den Dampflokomotiven kam es zum Beispiel des Öfteren noch zu Kesselexplosionen. Wer allerdings Auto fährt, setzt sich einem viel höheren Unfallrisiko aus. Am besten lässt sich dies durch Zahlen belegen. Zum Beispiel wurden in Deutschland im Jahr 2009 insgesamt 221.398 Unfälle mit dem Pkw registriert, bei denen es zu Personenschäden kam. Mit der Eisenbahn waren es dagegen gerade einmal 197.