Bericht über Zunahme der bewaffneten Konflikte

Laut dem Komitee vom "Internationalen Komitee vom Roten Kreuz" (IKRK) haben die weltweit bewaffneten Konflikte seit 2001 extrem zugenommen und sich sogar fast verdoppelt. Ist die Welt unsicherer geworden? Die aktuellen Zahlen wurden vom IKRK am Montag in Genf veröffentlicht. Nach diesem Bericht kristallisierten sich in den letzten sechs Jahren mehr bewaffnete Gruppen heraus, als in den 60 Jahren zuvor. Dadurch gestaltet sich die Überwachung zur Einhaltung der Genfer Konvention enorm schwierig. Immer mehr Zivilbevölkerung wird in Mitleidenschaft gezogen.

Situationen in Krisengebieten wird immer unübersichtlicher

Der Versuch des Roten Kreuzes mit den regulären Armeen und organisierten Rebellengruppen in Kommunikation zu treten, um das internationale humanitäre Recht zu wahren, gestaltet sich immer schwieriger.

Es sind neue Herausforderungen, die an die Organisation gestellt werden, da sich die Arten der Konflikte mit der Zeit geändert haben. Während es sich früher noch um Konflikte zweier Gegner handelte, ist dies heute nicht mehr so überschaubar. Die Szenarien der weltweiten Auseinandersetzungen sind viel unübersichtlicher geworden. An 44 Prozent der Konflikte beteiligen sich mittlerweile zwischen drei und neun Gruppen. In Syrien sollen es sogar um ein Vielfaches mehr gewesen sein. Wegen der stets wechselnden Lagen und Allianzen zwischen den verschiedenen Konfliktparteien, wird die Möglichkeit der Kommunikation zwischen dem Roten Kreuz und den Gruppierungen erschwert.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz

In Genf wurde am 9. Februar 1863 durch die Initiative von Henry Dunant die „Genfer Gemeinnützige Gesellschaft“ gegründet, die sich nach kurzer Zeit in „Internationales Komitee der Hilfsgesellschaft für die Verwundetenpflege“ unbenannte.

Im gleichen Jahr fand die erste internationale Konferenz in Genf statt, an der 36 Personen, davon 18 offiziell von Regierungen Delegierte, teilnahmen. Es ging vor allem um die Hilfe von Kriegsverwundeten und die Einführung der Kennzeichnung der Hilfekräfte in Form einer weißen Armbinde mit rotem Kreuz. Die Feuertaufe und erste Bewährungsprobe hatte der praktische Einsatz im Jahr 1864 im Deutsch-Dänischen Krieg. Auch im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 zeigte sich die Wichtigkeit des Einsatzes des Roten Kreuzes. In den beiden Weltkriegen waren das Rote Kreuz nicht mehr wegzudenken und bis heute haben sie eine sehr wichtige Daseinsberechtigung. Die Organisation breitete ihren humanitären Aufgabenbereich mit der Zeit immer weiter aus und regelte unter anderem den Umgang mit Kriegsgefangenen und die Vermisstensuche nach Auseinandersetzungen.