Bergungsarbeiten nach Vulkanausbruch laufen auf Hochtouren

Nach dem Ausbruch des Vulkans Fuego in Guatemala am letzten Sonntag, wurden bis jetzt fast 100 Leichen geborgen. Und noch immer werden viele Menschen vermisst. Systematisch kämpfen sich Suchtrupps an den Hängen des Vulkans Fuego vor, um nach verschütteten Leichen zu suchen. Dieses Unternehmen wird durch Regen erschwert. Diese Regenfälle bergen die Gefahr von Erdrutschen. Auch kam es immer wieder zu Unterbrechungen weil der Vulkan am Dienstag noch immer Lava ausstieß.

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Die Helfer im Katastrophengebiet sind die momentanen Helden der Nation. Sie arbeiten schwer, obwohl ihre Schuhe auf dem heißen Untergrund regelrecht wegschmelzen. Während der Bergung brodelt es auch schon wieder im Nachbarvulkan Pacaya, an dessen Nordflanke ein Lavastrom den Hang hinab fließt.

Wobei diese Aktivität als „normal“ eingestuft wurde.

Die Katastrophe

Nach der Katastrophe wurden 3265 Menschen aus dem Gebiet rund um den Vulkan evakuiert. Es gab viele hunderte Verletzte, von denen mindestens 58 Menschen schwerste Verbrennungen erlitten. Sechs Kinder wurden in die USA ausgeflogen, um dort in Spezialkliniken behandelt zu werden. Auch Mexiko zeigte sich solidarisch und sendete mobile Praxen und ein Ärzte-Team. Israel stellte Nahrung, Decken und Medizin bereit.

Der Lavastrom habe das Dorf El Rodeo zerstört, wobei Menschen in ihren Häusern verbrannten. Auch das Dorf San Miguel Los Lotes sei in Mitleidenschaft gezogen worden. Es handelte sich um den schlimmsten Ausbruch der vergangenen Jahre, wobei es beim Fuego schon der Zweite in diesem Jahr war. Er gehört zu den aktivsten Vulkanen Mittelamerikas.

Die Fehleinschätzung der Gefahr

Es handelt sich beim Volcán de Fuego um einen Schichtvulkan mit einer Höhe von 3763 Metern und liegt etwa 20 Kilometer südwestlich der Stadt Antigua Guatemala. Er ist von Guatemala-Stadt gut zu erkennen. Meistens stehen Rauchwolken über dem Fuego, was nicht unnormal ist. Auch konnten oft kleinere Lavaströme ausgemacht werden, die aber nie weit ins Tal flossen. Da es sich bei Lava um eine sehr zähe Masse handelt, ist ihre Fließgeschwindigkeit regulär recht langsam.

Die dort lebenden Menschen sind diesen Anblick gewöhnt und verharmlosen schnell, wenn sich etwas in diesem Berg tut. Am Sonntag wurde diese Verharmlosung vielen Menschen zu einem Verhängnis. Weiterhin war es an jenem Tag des Ausbruchs sehr bewölkt, sodass die Höhe der Aschesäule nicht gesehen werden konnte. Viele bemerkten die Katastrophe daher viel zu spät und schätzten die Lage falsch ein.