Ein gesundes Ego

Es ist Sommer und bei leichter Kleidung werden auch "Problemzonen" des Körpers einsehbarer. Viele verzichten daher auf das Tragen der Lieblingsbekleidung, um sich nicht eventuellen Kommentaren anderer auszusetzen. Anderen hingegen ist die Meinungen anderer egal und sie haben gelernt, damit umzugehen. Das Vertrauen in die eigene Person ist ein wichtiger Bestandteil für ein glückliches Leben und kann von der Umwelt stark positiv oder negativ beeinflusst werden.

Der gefühlte Wert seines Egos sollte auf verschiedenen Fundamenten aufgebaut werden, damit es nicht zu einem Einbruch kommt, wenn ein Standbein anfängt zu wanken.

Wichtige Fundamente können die Selbstannahme, Eigenliebe, Individualismus, positives Denken, ein eigenverantwortliches Leben und persönliche Integrität sein. Je stärker diese Fundamente definiert sind, umso stärker ist das Selbstvertrauen. Bei niedrigem Selbstwertgefühl, sollten die Ursachen dafür gesucht werden, um diese abzustellen.

Gründe für ein fehlendes Selbstwertgefühl

Der Aufbau des Selbstwertgefühls beginnt bei der Erziehung im Kindesalter. Wer in dieser Zeit keine eigene Identität aufbauen kann, da das Kind immer wieder in seiner Persönlichkeit gebrochen wird, hat es im späteren Leben schwerer ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Wer im Erwachsenenalter nicht definiert ist, ist dem gesellschaftlichen Druck ausgesetzt, der die Selbsteinschätzung beeinflusst.

In Deutschland, mehr als in anderen Ländern, ist ein Thema die Arbeitslosigkeit, das am Ego kratzt.

Das Gefühl nicht gebraucht zu werden oder aus dem sozialen Umfeld gerissen zu werden, lässt viele gerade bei einer Langzeitarbeitslosigkeit verzweifeln oder kann zu Depressionen führen. Die gesellschaftliche Norm steckt Langzeitarbeitslose in eine Schublade und versieht sie mit diversen Eigenschaften. Wenn jemanden diesen Normen nicht entspricht, wird er schnell aus der Gesellschaft [VIDEO] katapultiert, was fatal bei einem geringen Selbstwertgefühl sein kann.

Mit Hilfe von Werbungen, Zeitschriften oder sozialen Netzwerken werden die Mode oder das Schönheitsideal, sowie auch Verhaltensmuster diktiert. Dabei kommen wir nicht darum herum uns ständig mit anderen zu vergleichen. Können wir mit mit den gesetzten nicht Normen mithalten, sinkt unser Selbstwert. Dies bremst uns bei unserer individuellen Selbstverwirklichung und macht uns zum Sklaven der gesellschaftlichen Vorgaben. Ein zu hohes Selbstwertgefühl hingegen kann unter Umständen in übersteigerte Selbstliebe oder Narzissmus ausarten.

Hier nun zwei wichtige Tipps zur Steigerung des Selbstwertgefühls:

Positives Denken

Auch negative Dingen können positive Seiten haben. Jede Münze hat zwei Seiten. Ohne eine Sache, gäbe es keine andere. Sind wir doch darauf programmiert nur einen Ausschnitt des Ganzen zu sehen und konzentrieren uns auf das Negative. Dabei wird das Negative oftmals überbewertet. Diese Negativitätsverzerrung resultiert aus persönlichen Ängsten. Es ist uns von der Natur gegeben, die kleinsten Gefahren überzubewerten, um uns zu schützen. Daher ist auch der Pessimismus und die Negativität eine Schutzfunktion, die aus den Kindertagen der Menschheit stammt, und über Leben und Sterben in der Urgesellschaft entschied. Wie wir allerdings damit heute umgehen und welche Prioritäten wir der Negativität zugestehen, ist je nach Person verschieden und kann auch durch die Umwelt, Erziehung und Eigenkontrolle beeinflusst werden. Es sollte versucht werden neben der existierenden negativen Seite auch das Positive zu sehen. Auch eventuelle Situation , die passieren könnten, sind reine Spekulationen, an die keine unnötigen Gedanken verschwendet werden sollten. Diese führen nur zu unnötigen Ängsten und Stress.

Ein glückliches Leben nach eigenen Vorstellungen führen

Ein glückliches Leben steigert das Selbstwertgefühl. Dafür werden keine Lebensratgeber oder Selbsthilfebücher gebraucht. Es ist wichtig zu wissen, was vom Leben erwartet wird. Welche Dinge glücklich machen. Um glücklich zu sein, sollten auch mal Risiken eingegangen werden ohne auf die Meinung anderer Personen zu hören. Jeder hat eine individuelle Vorstellung über das Glücklichsein. Das Glücklichsein ist kein permanenter Zustand. Jeder hat seine schlechten Tage, an denen nichts gelingen will. Aber das soll einen nicht gleich emotional herunterziehen. Jeder einzelne ist für sein Glück verantwortlich. Wer mit sich selbst zufrieden ist, den interessiert auch immer weniger die ungefragte Meinung anderer.