Drama in der thailändischen Höhle

Seit dem 23. Juni harrt eine Fußballmannschaft, bestehend aus zwölf Jungen im Alter zwischen elf und 16 Jahren und einem 25-jährigen Trainer, in einer mit Wasser überfluteten Höhle in Thailand aus und wartet auf Rettung. Das Team hat die Höhle Luang-Kun Nam Nang Non in der Provinz Chiang Rai nach dem Training besucht. Dort wurden sie wahrscheinlich in der momentanen Regenzeit von einer Sturzflut überrascht. Das kann sie gezwungen haben, sich immer tiefer in die Höhle zurückzuziehen. Auf der Flucht vor dem Wasser flohen sie drei Kilometer vom Höhleneingang ins Innere, wo sie am Montag von britischen Tauchern entdeckt wurden.

Das Ende einer Ungewissheit

Sie fanden die Jungs etwas abgemagert aber gesund vor. Zwei von ihnen haben nur ein paar relativ harmlose Schrammen mitbekommen. Die Entdeckung nahm jede Ungewissheit und Spekulation über den Verbleib der verschollenen Gruppe, nach denen seit Tagen gesucht wurde. Gerade war ein Video der Jungs in der Höhe veröffentlicht worden, worin sie sich hoffnungsvoll gaben und in die Kamera lachen. Dabei stellte sich jeder Einzelne vor und sprach einige Sätze. Ihnen scheint es den Umständen entsprechend gut zu gehen. Es wurde auch eine Telefonleitung gelegt, damit die Familien mit ihren Kindern in Kommunikation stehen. Die Geduld der Eingeschlossenen aber auch der Eltern wird immer wieder strapaziert. Stetig wiederkehrende Regenfälle behindern die Bergung der eingeschlossenen Jugendfußballmannschaft und ihres Trainers.

Rettungsversuche erleiden wetterbedingte Rückschläge.

Die Vorbereitung zur Rettung

Mittlerweile bekommen die Eingeschlossenen vor Ort von professionellen Tauchern eine Einweisung ins Tauchen. So wird mit ihnen der Umgang mit den Masken und das Atmen unter Wasser geübt. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Obwohl nun für Nahrung, Getränke und Kommunikation gesorgt wurde, ist ein Ende der Regenfälle noch nicht abzusehen. Die Regenzeit kann sich in dieser Gegend Thailands bis September hinziehen. Die Jungs wären noch zu geschwächt, um durch die überflutete Höhle in absoluter Dunkelheit zu schwimmen oder gar zu tauchen. Selbst mit Unterwasserlampen ist die Sichtweite sehr gering. Falls es zu Problemen kommt, kann beim Höhlentauchen nicht mal eben aufgetaucht werden, da es an vielen Stellen keine Lufträume gibt. Es wird versucht, das Wasser aus der Höhle zu pumpen, damit der interne Wasserspiegel gesenkt werden kann. Mehr als hundert Bauern wären bereit das Wasser auf ihre Felder pumpen zu lassen und auf Teile der Ernte zu verzichten. Sie würden alles tun, um die 13 Menschen zu retten. Im Gegenzug sagte das Landwirtschaftsministerium eine Entschädigung zu.