Nach einer Explosion in einer technischen Berufsschule auf der Halbinsel Krim, gibt es nach Angaben russischer Medien mehrere Tote und Verletzte. Die genaue Anzahl der Opfer stand jedoch noch nicht fest. "Nach vorläufigen Angaben sind zehn Menschen getötet worden, etwa 50 wurden verletzt", teilte die NAK-Pressestelle mit. Zunächst wurden 25 Verletzte in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Explosion ereignete sich den Angaben nach in der Stadt Kertsch. Die Hafenstadt Kertsch liegt im Osten der ukrainischen Halbinsel Krim, welche seit 2014 zu Russland gehört. Die Explosion fand laut der Agentur Tass, welche sich auf eine Quelle aus Sicherheitskreisen vor Ort beruft, in der Mensa des Kollegs statt.

Terrorverdacht nicht ausgeschlossen

Zunächst wurde nach örtlichen Berichten von einer Gasexplosion ausgegangen. Später wurde vom Anti-Terror-Komitee Russlands (NAK) von einer Explosion eines unbekannten Sprengsatzes gesprochen. Auch der örtliche Gasversorger teilte mit, dass die Schule keinen Gasanschluss habe. Die Direktorin der Berufsschule spricht von Schüssen auf Studenten und von "Paketen" mit Sprengvorrichtungen, welche die Täter im Gebäude verteilt hätten. Es ist die Rede von Unbekannten, welche mit Schusswaffen ins Gebäude eingedrungen waren. Auch ein junger Mann, der sich Student des Kollegs ausgibt, berichtet in einem Radiosender von Schüssen. Eine offizielle Bestätigung blieb zunächst aus. Die Direktorin vergleicht das Geschehen mit der Geiselnahme in einer Schule im Jahre 2004, bei der mehr als 300 Geiseln starben.

Russische Behörden schließen einen terroristischen Hintergrund nicht aus. Putins Sprecher Dmitri Peskow bestätige laut Ria Novosti, dass ein Terrorakt möglich sei und geprüft wird.

Chaotische Zustände vor Ort

Örtliche Medien sprechen von einer unübersichtlichen Lage vor Ort in Kertsch. Beim letzten großen Terroranschlag in Russland im April 2017 gab es 14 Tote und mehr als 50 Verletzte. Dieser ereignete sich in einer U-Bahn in St. Petersburg.

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