Der Konsum der globalisierten Welt kennt schon lange keine Grenzen mehr. Deutsche Verbraucher bestellen per Mausklick Druckerpapier in China, weil es dort einige Cent günstiger ist als beim Schreibwarenladen um die Ecke, greifen im Discounter zum abgepackten Billigfleisch aus Massentierhaltung und tragen T-Shirts oder Jeans, die Kinder unter fragwürdigen Bedingungen in Bangladesch für den Westen genäht haben.

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„Die Tatsache, dass Konsum auch eine ethische Seite hat, wird dabei vielfach ausgeblendet“, sagt Bernd Kiesewetter, Experte für das Thema Verantwortung. „Wer will sich schon bei jedem Einkauf fragen, ob er damit gegen moralische Werte verstößt?“

Hierzulande seien immer weniger Menschen bereit, ihre eigene Verantwortung im großen Ganzen zu erkennen – geschweige denn, diese auch zu übernehmen, beobachtet Bernd Kiesewetter, der es sich als erfolgreicher Coach auf die Fahne geschrieben hat, Menschen selbstbestimmter zu machen und sie zu ermuntern, mehr Verantwortung für sich selbst, das eigene Geschäft und die Gesellschaft zu übernehmen.

Bernd Kiesewetter, Experte für das Thema Verantwortung
Bernd Kiesewetter, Experte für das Thema Verantwortung

Tagtäglich begegnen dem Verbraucher in den Medien Begriffe wie Corporate Social Responsibility, Ethik und Moral. In der Praxis aber bleiben diese Werte meist auf der Strecke. „Die Tatsache, dass die aktuellen Konsum- und Produktionsmuster auf globaler Ebene zu einer permanenten Übernutzung der natürlichen Ressourcen und einem stetigen Anstieg der Treibhausgasemissionen führen, dürfte mittlerweile jedem bewusst sein. Wenn es aber darum geht, selbst etwas dafür zu tun, diese Entwicklung zu stoppen, gibt man die Verantwortung lieber an andere ab“, erklärt der erfolgreiche Autor und Unternehmer.

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Verantwortung übernehmen

Dabei seien es bei Weitem nicht nur die laschen Vorgaben von Politik und Wirtschaft, die zu Umweltproblemen, Klimawandel, Müllbergen und Artensterben beitragen: „Jeder Mensch hat jeden Tag aufs Neue die Wahl, sich richtig zu entscheiden. Viele können wählen, ob sie mit dem Auto, der Bahn oder dem Rad zur Arbeit fahren. Und jeder kann wählen, ob er mit seinem Geld beim Einkauf diejenigen Marken und Produzenten unterstützt, denen Corporate Social Responsibility kein Fremdwort ist, oder solche, die nur ihren eigenen Profit im Sinn haben.“ Gelebte Verantwortung sei, wenn man sich bewusst mache, dass man an jedem Tag Entscheidungen trifft, die alle angehen.

Ehrlichkeit ist Voraussetzung

Verantwortungsbewusstes Handeln gegenüber anderen setze immer Selbstverantwortung voraus, weiß Kiesewetter, der Spitzensportler, Unternehmer, Manager und Menschen begleitet, die bereit sind, an ihrer eigenen Verbesserung zu arbeiten. Dazu zähle auch, sich neue Denk- und Verhaltensweisen zu eigen zu machen. „Wir müssen uns einfach ehrlich machen“, sagt er. Dazu zähle vor allem, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. „Ehrlichkeit gegenüber sich selbst, die teilweise schmerzlich sein kann, sowie die Bereitschaft, konsequent an sich zu arbeiten, sind die ersten notwendigen Schritte.

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Gelebte Verantwortung ist immer das Ergebnis schonungsloser Ehrlichkeit“, bringt es der Experte auf den Punkt.

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