Die iranische Opposition des Nationalen Widerstandsrates Iran veranstaltete gegenüber der iranischen Botschaft in Berlin eine kurzfristig einberufene Protestdemonstration, um auf den Aufstand von Bürgern der nordostiranischen Großstadt Mashhad hinzuweisen. Der iranische Widerstand solidarisiert sich mit den mutigen Demonstranten in verschiedenen iranischen Städten. Sie fordern die sofortige Freilassung von Hunderten im Iran festgenommener Demonstranten. Die Unruhen setzten sich auch am zweiten Tag in den Großstädten Täbriz, Kermanschah, Schiraz, Qom und Khorramabad fort.

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An der Demonstration gegenüber der iranischen Botschaft in Berlin nahmen 200 Personen teil, die sich innerhalb weniger Stunden versammelt hatten.

Dr. Masumeh Bolurchi – die Deutschlandvertreterin des Nationalen Widerstandsrates Iran - sagte während der heutigen Demonstration in Berlin: „Die Bürgerproteste finden seit gestern überall im Iran statt - gegen zu hohe Kosten und gegen die Korruption, sowie für ein Ende der religiösen Diktatur.

Tausende mutige Menschen, besonders Frauen sind auf der Straße. Die Menschen im Iran fordern ein Ende der Einmischung des Mullah-Regimes in Syrien, Libanon und Palästina. Überall im Land hört man ‚Nieder mit Rouhani’, ‚Tod dem Diktator’ - ein klarer Hinweis auf das Verlangen der breiten Masse nach einem Wechsel der Regierung. Im Iran verfügt die iranische Hauptopposition, die ‚Organisation der Volksmodjahedin des Iran’, über ein großes Netzwerk. Die EU und Deutschland sollten sich für die sofortige Freilassung von hunderten im Iran festgenommener Demonstranten einsetzen.“

Am Freitag, dem 29. Dezember 2017, breiteten sich am zweiten Tag des Aufstandes "Nein zu hohen Preisen" Demonstrationen in weiten Teilen des Iran aus. Die Menschen und mutigen Jugendlichen in vielen Städten, einschließlich Kermanshah, Qom, Ahvaz, Isfahan, Quchan, Sari, Qa'mshahr, Qazvin, Rasht, Zahedan, Hamadan, Khorram-Abad, Sabzevar und Bojnourd hielten Protestdemonstrationen ab.

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In Qom riefen die aufgebrachten jungen Demonstranten: "Tod der Hisbollah"; "Khamenei, Schande über dich, gib die Herrschaft auf", "Wachsamer Iraner, schließe dich deinem Volk an", "Wir wollen die Islamische Republik nicht. Wir wollen es nicht", "Die Jugend ist arbeitslos, die Mullahs sind in ihren Büros". Trotz der Drohungen des Polizeichefs, der sagte: "Diese Versammlung ist illegal. Zerstreuen Sie sich oder Sie werden wegen Ordnungswidrigkeit festgenommen", ignorierten die Menschen ihn und setzten die Demonstration fort.