Der Ex-Präsident Alberto Kenya #Fujimori bittet nach seiner Begnadigung um Vergebung. Der 79-Jährige war von 1990 bis 2000 Präsident von Peru. Er wurde wegen Menschenrechtsverletzungen seines Amtes enthoben und zu 25 Jahren Haft verurteilt. Aufgrund einer Herzerkrankung wurde er jedoch 15 Jahre früher entlassen. Aus dem Krankenhaus bittet er um Vergebung: "Ich bin mir im Klaren, was während meiner Regierungszeit geschehen ist. Eine Seite begrüßte das, aber ich habe auch andere Landsleute enttäuscht. Die bitte ich jetzt um Vergebung - vom Grunde meines Herzens."

Proteste gegen Begnadigung

Alberto Fujimori wurde an Weihnachten 2017 aus seiner Haft entlassen.

Am 25.12.2017 versammelten sich mindestens 5.000 Menschen zu einer Demonstration gegen den derzeitigen Präsidenten Perus, Pedro Pablo Kuczynski. Dieser veranlasste die Begnadigung Fujimoris und erntete dafür Kritik: "Raus, raus PPK!", riefen die aufgebrachten Demonstranten unter Nennung seiner Initialen "PPK". Rosa Rojas, eine Mutter, die durch Fujimori ihren Sohn verlor, sagte: "Ich kann meinen Jungen nicht vergessen [...] Herr Kuczynski, das ist nicht gerecht." Der Präsident rechtfertigte sein Verhalten damit, dass es nicht richtig sei, Fujimori im #Gefängnis sterben zu lassen. Gerechtigkeit bedeute schließlich nicht Rache.

Die Aufruhr ist auch deshalb so groß, da es den Verdacht auf einen "schmutzigen Deal" mit Fujimoris Sohn Kenji gebe, so Kritiker. Ein paar Tage vor der Begnadigung war ein Amtsenthebungsverfahren gegen Kuczynski gescheitert.

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Kenji Fujimori soll dafür gesorgt haben, dass die Opposition nicht genügend Stimmen für die Amtsenthebung habe.

Auch Paulo Abrao, der Generalsekretär der Interamerikanischen Menschenrechtskommission kritisierte die Haftentlassung. Diese sei keine Versöhnung, sondern Straflosigkeit. Die Begnadigung verhöhne die Opfer.

Vorwürfe gegen Fujimori

Dem Ex-Präsidenten Alberto Fujimori wird unter anderem Menschenrechtsverletzung vorgeworfen. Er entmachtete das Parlament, bewilligte Todesschwadrone und ließ tausende Frauen aus indigenen Völkern zwangssterilisieren, um die Geburten zu kontrollieren. Auch gegen den Vorwurf der Korruption musste sich Fujimori verantworten. Er soll seinem Berater Vladimiro Montesinos etwa elf Millionen Euro aus dem Verteidigungsetat überwiesen und diese als "Entschädigung" deklariert haben.

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