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Zwei Jahre nach dem Pariser-Abkommen wollen Staaten die Erderwärmung stoppen.

Die Konferenz findet dieses Mal in einem futuristischen Kulturzentrum westlich von Paris statt. Der französische Präsident hat sich vorgenommen so viele internationale Akteure wie möglich zusammen zu bringen und sie für den Kampf gegen den Klimawandel gewinnen. “Wir sind gerade dabei den Kampf zu verlieren“ sagte er vor den Staatschefs und den anderen Teilnehmern. Der 2017 gewählte französische Präsident Emmanuel Macron will den Klimaschutz weiter treiben.

Trump will nichts vom Pariser-Abkommen wissen

Im Sommer sorgte der US-Präsident Donald Trump für großes Aufregen als er den Ausstieg der USA aus dem Klimavertrag ankündigte.

Kurz danach sprachen sich Städte und Staaten in den USA für eine Einhaltung des Pariser-Vertrags aus. Und somit ist eine Delegation der Vereinigten Staaten von Amerika beim Klimagipfel in Paris vertreten.

Einer der Mitveranstalter, der Weltbank-Präsident Jim Yong Kim, kündigte die Teilnahme wichtiger Persönlichkeiten an der Konferenz an. Unter anderem New Yorks Ex-Bürgermeister Michael Bloomberg und weitere Vertreter sowohl von Städten als auch von Staaten aus den USA.

Am 10. Dezember sagte Macron, dass er zuversichtlich ist, dass Präsident Trump früher oder später zum Klimavertrag zurückkommen wird. Gleichzeitig betonte er, dass er nach dem Motto, „pacta servanda sunt", gegen neue Verhandlungen oder bessere Bedingungen für die USA ist. Schonungslos bezeichnete Macron die Vorgehensweise des US-Präsidenten als „sehr aggressiv“.

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Trump wurde zu der Konferenz nicht eingeladen. Nach dem Austritt der USA durch Trump sah Macron keinen Anlass dazu, hieß es.

Kein Trump und keine Merkel

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel war gestern nicht in Paris, denn die besondere Lage in Deutschland erlaube es momentan nicht. Anwesend war Umweltministerin Hendricks (SPD). Nach den positiven Ergebnissen von der UN-Klimakonferenz in Bonn ging sie zum Gipfel sehr positiv eingestellt.

In einem Interview, bei dem Macron die große Verantwortung, die der Pariser-Vertrag mit sich bringt, betonte, sagte er über Trump: „Ich bin ziemlich sicher, dass mein Freund Präsident Trump seine Meinung in den kommenden Monaten oder Jahren ändern wird. Ich hoffe es.“ Er fügte hinzu, dass er zwar nicht bereit ist den Vertrag neu zu verhandeln, aber, dass er bereit ist Präsidenten Trump willkommen zu heißen, wenn er zurück will. Macron lässt sich nichts von seiner kritischen Haltung Trump gegenüber, bezüglich der Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels letzen Mittwoch, anmerken.

One Planet Summit

Der "One Planet Summit" (Eine-Erde-Gipfel) ist der Klimagipfel, der von Macron auf der UN-Klimakonferenz in Bonn angekündigt wurde. Teilnehmer vom "One Planet Summit" sind mehr als 50 internationale Unternehmen, Vertreter von Organisationen und Kommunen sowie Staats- und Regierungschefs. Ein Ziel sei zu erreichen, dass die Privatwirtschaft beim Kampf gegen Klimawandel mitziehe, sagte Weltbank-Chef Kim. Es gibt immer mehr Nachweise für den Klimawandel, aber die Menschheit weigert sich auf schmutzige Energiequellen zu verzichten, war die Botschaft von One Planet Summit.

Der Weltbank-Präsident Jim Yong Kim sagte, dass China es geschafft habe 88 Millionen Menschen aus der extremen Armut zu befreien. Das sei eine historische Leistung. Auch der Kampf gegen den Klimawandel sei etwas Historisches, was ein historische Lösung benötige. Und der einzige Weg erfolgreich zu sein, sei die Zusammenarbeit von Investoren und Unternehmen. Sie sollten nur verstehen, dass sie weiter Wachstum erreichen können und gleichzeitig etwas Großartiges für die Welt leisten können. Ein radikaler Wechsel bei der Produktion von Gütern sei erforderlich.