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Bei neuer Mondlandung sollte nicht nur US-Flagge wedeln, sondern Fundament für die Zukunft gelegt werden

Laut einer am Montag unterzeichneten Anordnung von Präsidenten Donald Trump, soll die NASA-Behörde wieder Astronauten zum Mond schicken. Der Mondbesuch solle als Basis für eine künftige Mars-Mission genutzt werden. Der US-Präsident sagte, dass er nicht nur die US-Flagge wehen und Fußabdrücke sehen will. Dieses Mal solle das Fundament für die Mars-Mission gelegt werden und die Eroberung weiterer Teile des Universums. Die Anordnung wurde am 45. Jahrestag der letzten bemannten Mond-Mission unterschrieben. Feierlich zu dem Anlass im Weißen Haus stand an der Seite des Präsidenten der Astronaut Buzz Aldrin.

Auch eine Legende der US-Amerikanischen Raumfahrt war anwesend; Der Astronaut, Geologe und Politiker Harrison Schmitt. Er ist der zwölfte und bis Dato letzte Mensch, der den Mond betrat.

Welches Budget zur Verfügung gestellt wird und in welchem Zeitraum das Projekt realisiert werden soll, müsse noch geklärt werden. Trump möchte, dass die neue Mondlandung noch in seiner Amtszeit erfolgt. Die NASA steht sehr skeptisch zu diesem zeitlichen Ziel gegenüber.

Raumfahrt zum Mond wird wieder offizielles Ziel der US-Politik

Eine neue Mondlandung zu planen hatte sich der Ex-Präsident George W. Bush gewünscht und 2004 in Gang gesetzt. Geplant war zwischen 2015 - 2020 eine Mondmission zu starten. Diese Pläne wurden später vom letzen US-Amerikanischen Präsident Barak Obama zurückgenommen.

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Obama hatte mehr den Schwerpunkt auf eine Mars-Mission gelegt. Die Astronautenflüge zum Mond hatte die NASA nach der Mission Apollo 17 im Jahr 1972 eingestellt.

Mit der Unterzeichnung hat Trump eine weitere wichtige Maßnahme seines Vorgängers umgestoßen. Das Ziel einer neuen Mond-Mission ist eine „langfristige Erkundung und Nutzung“. Ein weiteres Ziel des Projekts ist auch die "menschliche Erforschung" des Mars und des restlichen Sonnensystems zu verfolgen, so Trump.

USA will ihre Vorreiterrolle in der Raumfahrt ausbauen

Das Thema steht nicht ganz zufällig auf dem Plan. Neulich haben andere Industrienationen wie Russland, Japan und China geäußert Mondlandungen anzustreben. Gleichzeitig gibt es immer mehr private Initiativen, die den Mond als Ziel haben.

Mit Weltraumrennen wollen die USA das Konzept des amerikanischen Exzeptionalismus unterstreichen. Denn zwischen 1969 und 1972 betraten 12 Astronauten den Mond und alle waren US-Amerikaner. Damit setzten die USA mitten im kalten Krieg ein geopolitisches Zeichen in ihrer Rivalität mit der Sowjetunion.

In seiner Rede unterstrich Trump die Wichtigkeit der US-Führung im Weltraumrennen. In der gleichen Weise, argumentierte er, dass Washington seine Vorherrschaft in anderen Sektoren dank seiner Präsidentschaft verstärkt wird. "Wir sind nicht länger der unangefochtene Führer in der Erforschung des Weltraums durch den Menschen", bedauert er. Der Text erinnert daran, dass die USA auf russische Raketen angewiesen sind, um Astronauten zur Internationalen Weltraumorganisation zu senden.

Kosten

2005 hatte die NASA die Kosten für eine Rückkehr zum Mond auf ca. 100 Milliarden Dollar geschätzt. Das entspricht dem fünffachen Budget Macht der NASA. Was für einen Anreiz der US-Amerikanische Kongress haben sollte, um die Finanzierung dieses kostspieligen Unternehmens zu genehmigen, steht noch nicht fest.

Nach der letzen Mondmission hoffte der im Januar diesen Jahres verstorbene Astronaut Eugene Cernan, dass es nicht notwendig sein würde, auf eine "sehr ferne Zukunft" zu warten, um zum Mond zurückzukehren. Eine weitere Mission wurde jedoch verhindert. Entweder aus mangelndem politischem Willen, Budgetkürzungen und/oder technischen Problemen.