Paolo Duterte, tritt nach Schmuggel-Vorwürfen von seinem Amt als Vize-Bürgermeister von Davao (Philippinen) zurück. Er begründete dies mit privaten "unglücklichen Ereignissen" und "Rufschädigung".

Paolo Duterte wurde 1975 geboren und ist der Sohn des Präsidenten Rodrigo Duterte. Seit 2013 war er Vize-Bürgermeister der drittgrößten Metropole der Philippinen, Davao.

Vorwürfe gegen Paolo Duterte

Duterte wird vorgeworfen, dass er es ermöglicht habe, dass eine große Menge Chrystal Meth auf die Philippinen geschmuggelt wurde.

Bereits im September musste Paolo dazu unter Eid Stellung nehmen. Außerdem geriet er in die Kritik, da er seine Tochter Isabelle Duterte über die offizielle Facebook-Seite des Bürgermeisterbüros von Davao beschuldigte sich "blamiert" zu haben.

Isabelle Duterte hatte zuvor Bilder von sich in Designerkleidung ins Internet gestellt und damit für Aufregung gesorgt.

Der Drogenkampf der Regierung

Gerade, da der Präsident mit aller Macht gegen Drogenhandel in seinem Land vorgeht, sind die Vorwürfe gegen Paolo Duterte eine große Blamage für die Familie Duterte. Der Präsident Rodrigo Duterte steht seit langem international in der Kritik, da er Kriminelle gnadenlos umbringen lässt. In seiner Amtszeit sollen offiziellen Zahlen nach bisher 3.900 Menschen durch die Polizei getötet worden sein. Amnesty International spricht sogar von "mehr als 6.000 Menschen". Auch vor dem Mord an seinen eigenen Kindern schreckt Rodrigo Duterte angeblich nicht zurück. So sagte er im Wahlkampf 2016: "Wenn ich Kinder habe, die mit Drogen zu tun haben, tötet sie, damit die Leute nichts einwenden können."

Menschenrechtsorganisationen, wie z.

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B. Amnesty International, kritisieren das Vorgehen der Regierung gegen Kriminelle. Sie werfen Präsident Duterte vor, "rechtswidrige Tötungen" durchzuführen. "In vielen Fällen könnte es sich dabei um außergerichtliche Hinrichtungen gehandelt haben.". Duterte möchte, dass Personen, die in Verdacht stehen Drogen zu konsumieren, zu verkaufen, oder zu schmuggeln, entweder getötet oder gefangen genommen werden sollen.

Auch Journalisten geraten in das Visier der Regierung. "Mindestens drei Journalisten wurden getötet, während sie ihrer Arbeit nachgingen. Im Mai tötete ein Unbekannter [...] den Kriminalreporter Alex Balcoba [...] vor dem Geschäft seiner Familie [...] durch einen Kopfschuss", so Amnesty International.

Ob sich die Vorwürfe gegen den Ex-Vize-Bürgermeister Paolo Duterte bewahrheiten, wird sich zeigen. Rodrigo Duterte wollte noch einmal mit seinem Sohn sprechen, betonte aber: "Meine Anweisung ist, Dich zu töten, wenn Du gefasst wirst. Und ich werde die Polizei schützen, die Dich tötet, wenn es stimmt."

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