Die Frage, die sich nun viele Deutsche und viele Genossen/Genossinnen stellen: Funktioniert das überhaupt, ein Bündnis mit der CDU/CSU? Auf diesem Parteitag in Bonn wurde klar, wie gespalten die Meinungen innerhalb der #SPD sind. Rund 369 Delegierte stimmten für #GroKo-Verhandlungen, das heißt 56 Prozent Zustimmung, ein relativ knappes Ergebnis.

Der Rest wettert gegen die SPD

Verfolgt man auf Twitter die Meinungen von anderen Politikern und Persönlichkeiten, scheint es so als ob die SPD ihre letzten Sympathiepunkte verspielt hat:

oder:

Auch die Süddeutsche Zeitung äußert sich über einen Glaubwürdigkeitsverlust des SPD-Chefs Martin Schulz.

Es heißt, dass die Stimmung, die Schulz selbst in der Bevölkerung hervorgerufen hat, ihm letztendlich zum Verhängnis werden könnte. Nachdem Schulz allen anfangs abgeneigt gegen eine Regierung mit der CDU und CSU war, scheint er seine anfänglichen Berührungsängste allmählich fallen zu lassen. Sollte es jedenfalls zu einer GroKo kommen, muss auch der Rest der Genossen Gefallen daran finden, damit eine Große Koalition nicht komplett hoffnungslos erscheint.

Martin Schulz gibt zu verstehen:

Es reicht durchaus, wenn man einen kurzen Blick in die Kommentare dieses Tweets wirft: Die Menschen scheinen abgeneigt von den Aussagen des ehemaligen Kanzlerkandidaten zu sein.

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Und gar viele behaupten SPD-Chef Schulz befindet sich in einer großen Glaubwürdigkeitskrise.

Und wie geht's jetzt weiter?

Die SPD wird also weiter mit den Unionsparteien verhandeln, dass Schulz und SPD ihre letzten Sympathien verspielt haben, ist wohl vielen heute bewusst geworden. Der ehemalige Kanzlerkanditat, der anfangs auf Biegen und Brechen abseits von GroKo stehen wollte, schien auf den Parteitag in Bonn seine eigenen Genossen und Genossinnen in seiner einstündigen Rede nicht mitreißen zu können.

Seitens Angela Merkel besteht Freude über das "Ja" der SPD, sie bezeichnet das Sondierungspapier als einen "Rahmen" für weitere Gespräche innerhalb der Koalitionsverhandlungen. Dass eine Vielzahl von offenen Fragen geklärt werden müssen, ist der Kanzlerin bewusst. Bevor die CDU jedoch die Gespräche mit der SPD aufnimmt, besteht Klärungsbedarf zwischen CDU und CSU über den weiteren Ablauf der GroKo-Verhandlungen mit den Genossen.

Bereits morgen werden die ersten Beratungsgespräche beginnen.

Aber: Dass Schulz nur 56 Prozent in die Verhandlungen über eine Große Koalition folgen, sollte dem Parteichef der SPD zu denken geben.

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Martin Schulz: Glaubwürdigkeitsprobleme?