Trump und die Presse

Donald Trump verleihtFake News Awards- Nachdem der US-Präsident Donald Trump den für Montag angekündigten „Fake News Awards“ auf Donnerstag den 17. Januar 2017 verschob, wurden die Gewinner dieses Schmähpreises nun bekanntgegeben. Der Preis richtet sich gegen die aus seiner Sicht falschen Berichterstattungen der Presse. Das Verhältnis zwischen Trump und der Presse war noch nie harmonisch. Vor der Wahl schlugen sich die meisten US-Medien auf die Seite von Hillery Clinton. Der US-Präsident sieht sich in der Opferrolle durch die Kritiken der Medien, da er oft ins schlechte Licht gerückt wird oder man ihn gar verspottet.

Nun schlägt der Präsident mit der Prämierung des von ihm selbst ausgerufenen „Fake News Awards“ zurück.

Die Liste des "Fake News Awards"

Auf Platz eins dieser Preisvergabe landete der Nobelpreisträger, Professor für Volkswirtschaftslehre und Kolumnist der New York Times Paul Krugman. Er behauptete beim Wahlsieg von #Donald Trump, dass sich die US-Wirtschaft nie vom neuen Präsidenten erholen werde. Dabei erfährt sie gerade einen großen Boom. Auf dem zweiten Platz der Liste folgt der Reporter des Senders ABC Brian Ross, der im Dezember eine Falschmeldung zur Russland-Affäre verbreitete. Nach einer Entschuldigung des Senders wurde der Reporter für vier Wochen beurlaubt. Platz drei ging an den Sender CNN mit dem Bericht angeblicher Verbindungen zwischen dem Wahlkampfteam von Donald Trump und WikiLeaks, den sie korrigieren mussten.

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Der Reporter Zeke Miller vom „Time“-Magazin schaffte es auf Platz vier nachdem er im Januar fälschlicherweise auf Twitter schrieb, dass der US-Präsident die Büste von Martin Luther King aus dem Weißen Haus entfernt habe. Kurz darauf korrigierte der Reporter seinen eigenen Tweet und entschuldigte sich für diesen Irrtum. Tumps Lieblingssender Fox blieb von der Liste verschont. Dafür wurde dieses Thema zum Aufmacher der eignen Online-News.

Kritiken aus eigenen Reihen

Die Veröffentlichung der Liste des "Fake News Awards" stieß nicht überall auf Begeisterung. Kritiken erntete er unter anderem aus den eigenen Reihen. Von den republikanischen Senatoren John McCain und Jeff Flake wurde ihm vorgeworfen, einen Angriff auf die freie Presse getätigt zu haben. Man verwies auf die Wichtigkeit der Pressearbeit für die Demokratie. So äußerte sich der Senator Flake, dass Trump die Pressefreiheit untergraben wolle und verglich ihn mit dem sowjetischen Diktator Josef Stalin. #USA