Es ist nicht das erste Mal, dass dem US-Präsidenten rassistische Äußerungen vorgeworfen werden. Diesmal muss er sich mit Kritik von Republikanern und Demokraten auseinandersetzen. Die rassistische Reaktion soll stattgefunden haben, nachdem Demokraten und Republikaner einen Gesetzentwurf vorgelegt hatten, um die Einwanderung in den USA zu regulieren. Berichten zufolge hat Donald Trump den Gesetzentwurf energisch kritisiert. Bei diesem Treffen mit Demokraten und Republikanern sollte über Rechte von 59.000 Haitianer verhandelt, denen Trump die gesetzlichen Schutzbestimmungen entzogen hatte.

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"Warum bekommen wir Leute aus Drecklöchern?"

Das soll Trumps Reaktion auf den vorgelegten Gesetzentwurf gewesen sein. Trumps mutmaßliche Beleidigungen haben auf der ganzen Welt für vehemente Ablehnung und Reaktionen gesorgt.

Trump selbst bestreitet sich so geäußert zu haben, wie es sich in den Netzwerken ausbreitet. Der US-amerikanische Präsident bestreitet, die Haitianer beleidigt zu haben. Er äußert sich aber nicht über die Beleidigungen an die Afrikaner und Salvadorianer die ihm vorgeworfen werden.

Es sei eine Erfindung der Demokraten, sagte er. Wenige Minuten nach dieser Äußerung wurden die Anschuldigungen durch Demokraten Senator Richard Durbin bestätigt, der bei dem Treffen anwesend war. Zudem versicherte er, dass Trump den Begriff "Dreckloch" verwendet habe. Außerdem habe der Präsident weitere rassistische Kommentare gemacht. Sowohl die New York Times als auch die Washington Post bestätigen die Vorwürfe gegen Trump.

Heftige Reaktionen der UNO und der Afrikanischen Union

Eine der ersten Reaktionen auf die mutmaßlichen rassistischen Beschimpfungen des Präsidenten der Vereinigten Staaten, war die der UNO.

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Der Sprecher des UN-Kommissars für Menschenrechte kritisierte: "Es gibt kein anderes Wort, um es als rassistisch zu bezeichnen. Man kann nicht ganze Länder und Kontinente als "Drecklöcher" und Menschen aus diesen Ländern, die keine Weißen sind, die Einreise in die Vereinigten Staaten entziehen. "

Die Afrikanische Union fordert eine offizielle Entschuldigung.

54 Botschafter der afrikanischen Länder forderten vor der UNO, dass sich der US-Präsident für das Gesagte entschuldigen möge. Sie erklärten, dass sie sehr bestürzt und besorgt seien, über die anhaltende und wachsende Tendenz der US-Regierung, Afrika und seine Bürger zu verunglimpfen.

Botschafter der Vereinigten Staaten in Panama John Feeley tritt zurück

Der Rücktritt von Botschafter John Feeley war eine weitere Reaktion auf die vorgeworfenen rassistischen Beleidigungen von Donald Trump. Der Botschafter selbst erklärte, dass der Grund für seinen Rücktritt sei, dass er "diesem" Präsidenten nicht mehr dienen könne. Das US-Außenministerium äußerte seinerseits, dass Feeley's Rücktritt "persönliche" Motive habe.

Beleidigungen stärken Trumps loyalste Basis

Trump-Unterstützer und Kritiker diskutieren in den sozialen Netzwerken

Es scheint als würden die mutmaßlichen Beleidigungen des Präsidenten teilweise von seinen Anhängern gut aufgenommen. Seine Anhänger jedenfalls wissen sie in den sozialen Netzwerken zurechtfertigen. Tomi Lahren, eine junge Fernseh-Agitatorin, kommentierte: "Wenn sie keine Drecklöcher sind, warum bleiben ihre Bürger nicht dort?". Eine andere Trump-Verteidigerin, Ann Coulter, schreibt, dass das einzige, was über Donald Trumps Kommentare debattiert werden könne, sei, ob es sich um Drecks-Länder oder Drecks-Nationen handle..

Im Allgemeinen gab es eine Distanzierung der Beleidigungen von Trump seitens der republikanischen Politiker, die eine weitere Beleidigung für das Präsidentenamt sahen.

Von Präsident Trump ist noch keine Entschuldigung geplant worden. Diese Situation hat dazu beigetragen, das internationale Image von Donald Trump zu verschlechtern und die Isolation der Vereinigten Staaten vom Rest der Welt zu vergrößern.