Der Olympische Frieden

In der Antike gab es den Olympischen Frieden, einen Waffenstillstand der den harmonischen Ablauf der regional übergreifenden Wettkämpfe garantierte und schon drei Monate vor der eigentlichen Veranstaltung begann. In der heutigen Zeit ist recht wenig vom friedlichen Geist der Olympischen Spiele zu spüren. Die aktuellen XXIII. Olympischen Winterspiele finden vom 9. bis 25. Februar 2018 in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang statt. Wegen den Spannungen mit Nordkorea und deren anhaltenden militärischen Drohungen, gab es in der Vergangenheit Vorschläge die Spiele zu verlegen, falls der Konflikt weiter eskaliert. In Erwägung wurden die Städte Sotschi und München als Alternative gezogen.

Säbelrasseln in Nordkorea

Einen Tag vor dem Auftakt der Olympischen Winterspiele, ließ Nordkorea die Muskeln spielen. Zehntausende Menschen verfolgten in Pjöngjang die abgehaltene Militärparade. Der 70. Jahrestag der Gründung der Streitkräfte war ein gegebener Anlass, um eine Waffenschau zu präsentieren. So wurde das erste Mal die neue ballistische Interkontinentalrakete Hwasong 15 vorgeführt. Getestet wurde sie Ende November des vergangenen Jahres und zählt zu den nordkoreanischen Geschossen mit der größten Reichweite. Beim Testflug erreichte die Rakete eine Höhe von etwa 4500 km und ging in einer Entfernung von 960 km nieder.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-Un nahm die Parade in schwarzer Zivilkleidung ab. Kritiker sehen in diesem Säbelrasseln eine Provokation.

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Sie widersprechen dem olympischen Friedensgedanken und überschatten den Auftritt der nordkoreanischen Sportler an der Seite ihrer Kollegen aus Südkorea. Eine Delegation aus Nordkorea wird am Freitag mit einem Sonderflugzeug eintreffen. Unter den Delegierten befindeen sich Kim Yo Jung, die einflussreiche Schwester von Kim Jong Un und der Parlamentspräsident Kim Yong Nam. Das nordkoreanische Außenministerium bekundete, dass es keinerlei Interesse gäbe die Winterspiele für diplomatische Gespräche mit den USA zu nutzen.

Historischer Hintergrund

Seit 1948 ist Korea in zwei Staaten geteilt: die Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea) und die Republik Korea (Südkorea). Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Korea von Japan unabhängig. Damit begann das Tauziehen unter den politisch konkurrierenden Besatzungsmächten Sowjetunion und den USA. Durch den Koreakrieg zwischen 1950 und 1953 verfestigte sich die Teilung des Landes. Der Korea-Konflikt hält bis heute an. Beide Länder verbindet die gemeinsame Sprache und eine gemeinsame Geschichte. Südkorea strebt eine Einigung des Landes an.