Oslo - Trotz der anhaltenden Streitigkeiten mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un [VIDEO] und trotz des Plans zum Mauerbau an der mexikanischen Grenze wurde Donald Trump erneut für den #Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

"Ich kann bestätigen, dass Trump nominiert ist", sagte der Direktor des Osloer Friedensforschungsinstituts, Henrik Urdal, der Onlinezeitung "Nettavisen". Wer ihn vorgeschlagen habe, sei jedoch vertraulich. Ebenso wie im Jahr zuvor, sei die Begründung sein Grundsatz "Frieden durch Stärke". Wie die Nachrichtenagentur NTB berichtet, steht ebenso die regierungskritische russische Zeitung "Nowaja Gaseta" auf der Nominiertenliste.

Endgültige Liste steht noch nicht fest

Die Möglichkeit zur Nominierung haben einige Organisationen, Gruppen oder einzelne Personen, wie auch ehemalige Preisträger. Auch Mitglieder des Komitees und Berater des Gremiums, sämtliche Mitglieder der Regierung, des Parlaments, sowie das Staatsoberhaupt sind dazu berechtigt Vorschläge für die Nominierung einzureichen.

Obwohl die Frist für Vorschläge bereits am Mittwoch abgelaufen ist, steht die endgültige Liste noch nicht fest. Bis Ende Februar ist es den fünf Mitgliedern des Nobelkomitees noch möglich Nominierungen abzugeben.

Laut NTB zählen zu den weiteren Anwärtern auf den Preis auch Whistleblower Edward Snowden, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, der Gynäkologe Denis Mukwege, er rettet Opfer sexueller Gewalt im Bürgerkrieg und kritisiert die kongolesische Regierung.

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Außerdem nominiert sind das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) und Streitkräfte der Autonomen Region Kurdistan, sie kämpfen im Irak gegen den "Islamischen Staat".

Vergabe von Widersprüchen geprägt

Vergangenes Jahr wurde der Friedensnobelpreis an die "Internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung" (Ican) verliehen. Bei dieser Organisation handelt es sich um ein Bündnis von 450 Friedensgruppen, welches sich für ein Atomwaffenverbot einsetzt.

Der #Friedensnobelpreis gilt als der wichtigste internationale Friedenspreis. Die Vergabe ist oft von Widersprüchen geprägt und ist daher entsprechend umstritten. Die ausgewählten Personen und Organisationen polarisieren. Bei nahezu jeder Vergabe kommt es zu Unmut über die Entscheidung. Nach Alfred Nobel, dem Stifter des Preises, soll er an denjenigen vergeben werden, „der am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere, sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt“ und damit „im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht“ hat. Fraglich bleibt, ob dies auf den US-Präsidenten zutreffend ist. #Donald Trump #USA